Flughafen München | dpa

Coronavirus-Pandemie Zwei Omikron-Fälle in Deutschland

Stand: 27.11.2021 21:51 Uhr

In Deutschland sind die ersten beiden Fälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus bestätigt worden. Die Reisenden seien am 24. November mit einem Flug aus Südafrika in München eingetroffen, teilte das Bayerische Gesundheitsministerium mit.

In Bayern sind zwei Verdachtsfälle der neuen Virusvariante Omikron bestätigt worden. Es handele sich dabei um zwei Personen, die noch vor der Ausweisung Südafrikas als Virusvariantengebiet über den Flughafen München am 24. November einreisten, teilte das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege mit.

Beide seien am Mittwoch nach einem längeren Aufenthalt in Südafrika nach Bayern zurückgekehrt. Sie befänden sich seit dem 25. November nach einem positiven PCR-Test in häuslicher Isolation.

Nach der Berichterstattung über die neue Variante hätten die beiden Personen vorausschauend selbst eine Untersuchung auf die Variante veranlasst, so eine Ministeriumssprecherin. Der PCR-Test sei bei beiden positiv ausgefallen. Die Proben seien heute im Münchner Max-von-Pettenkofer-Institut mit einem variantenspezifischen PCR-Test weiter untersucht und dabei die hochansteckende Omikron-Variante festgestellt worden.

Virologe: Nachweis von Omikron "zweifelsfrei" gesichert

In der kommenden Woche solle eine zusätzliche Vollgenomsequenzierung vorgenommen werden, sagte der Münchner Virologe Oliver Keppler. Über das heute durchgeführte PCR-Verfahren ist Keppler zufolge aber eine "eindeutige Abgrenzung zu anderen SARS-CoV-2-Varianten möglich". Zusammen mit der Reiseanamnese sei der Nachweis von Omikron als "zweifelsfrei" gesichert anzusehen, sagte er dem BR.

Das bayerische Gesundheitsministerium forderte Fluggäste, die mit demselben Flug am 24. November aus Südafrika gekommen sind, auf, sich umgehend bei ihrem zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Alle Personen, die in den vergangenen 14 Tagen aus Südafrika eingereist seien, sollten sofort ihre Kontakte reduzieren, einen PCR-Test unter Angabe ihrer Reisegeschichte machen und umgehend das Gesundheitsamt kontaktieren.

"Alles tun, um Verbreitung zu verhindern"

Überdies gelte, dass alle Personen, die aus den vom Robert Koch-Institut als Virusvarientengebieten eingestuften Gebieten im südlichen Afrika einreisen, 14 Tage in Quarantäne müssen - das gelte auch unabhängig vom Impfstatus. "Wir müssen alles tun, um die Verbreitung der neuen Variante im Freistaat und in Deutschland zu verhindern", sagte eine Ministeriumssprecherin in München. Noch sei nicht klar, ob die neue Variante tatsächlich ansteckender ist und zu mehr Krankenhausaufenthalten führt. "Bis die Wissenschaft klarer sieht, müsse wir jedoch Vorsicht walten lassen", betonte die Sprecherin.

Zuvor hatte Hessens Sozialminister Kai Klose von den Grünen einen weiteren Verdachtsfall bekannt gegeben. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika wurden demnach mehrere für diese Variante typische Mutationen gefunden. Die vollständig geimpfte Person war den Angaben zufolge am 21. November über den Frankfurter Flughafen eingereist und hatte im Laufe der Woche Symptome entwickelt. Ein genaues Ergebnis wird in diesem Fall am Montag erwartet.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. November 2021 um 20:00 Uhr.