Nigers Präsident Issoufou und Kanzlerin Merkel | Bildquelle: AP

Kampf gegen illegale Migration Merkel sagt Niger Hilfen zu

Stand: 15.08.2018 20:39 Uhr

Deutschland und Niger wollen im Kampf gegen illegale Migration nach Europa ihre Zusammenarbeit intensivieren. Kanzlerin Merkel sagte Präsident Issoufou Unterstützung und mehr Hilfsmittel zu.

Für die Eindämmung illegaler Migration will Deutschland Niger weitere Hilfsmittel zur Verfügung stellen. So wolle man das afrikanische Land etwa bei der Verbesserung der Entwicklungschancen und im Kampf gegen Terrorismus unterstützen, sagte Kanzlerin Angela Merkel im brandenburgischen Meseberg bei einem Treffen mit dem nigrischen Präsidenten, Mahamadou Issoufou.

Der Kampf gegen illegale Migration gelinge nur, wenn gleichzeitig der Bevölkerung in Niger und der Sahelzone "Perspektiven für die eigene wirtschaftliche Entwicklung" geboten würden, betonte die Kanzlerin. Schon jetzt kooperiere man bei der Eindämmung der illegalen Migration hervorragend, so Merkel.

Merkel trifft Nigers Präsidenten Issoufou
tagesschau 20:00 Uhr, 15.08.2018, Shafagh Laghai, WDR

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Wichtiges Transitland

Nigers Präsident ist eine der Schlüsselfiguren im Kampf gegen illegale Migration und afrikanische Schlepperbanden. Der Sahel-Anrainer ist eines der wichtigsten Transitländer für afrikanische Migranten. Vor allem die Stadt Agadez gilt als ein zentraler Knotenpunkt auf dem Weg von Flüchtlingen in Richtung Mittelmeer.

Niger verweist auf Erfolge

Issoufou erklärte, sein Land könne große Erfolge vorweisen: "Seit 2016 konnte die illegale Migration um mehr als 90 Prozent gesenkt werden, von rund 100.000 pro Jahr auf rund 10.000." Zudem gebe es Fortschritte im Kampf gegen Terrorismus. Sein Land sei jedoch noch immer im Süden von der islamistischen Miliz Boko Haram bedroht, im Westen von islamistischen Gruppen, die aus dem Nachbarland Mali über die Grenze kämen, so Issoufou. "Boko Haram ist geschwächt worden, leistet aber nach wie vor Widerstand", sagte der Präsident.

Gleichzeitig betonte er aber, sein Land benötige im Kampf gegen die illegale Migration mehr Hilfe in den Bereichen Bildung, Sicherheit, Ernährung, lokale Verwaltung, Gesundheit und bei Maßnahmen gegen das Bevölkerungswachstum. Deutschland und die EU sollten darüber hinaus ihren Beitrag zur Stabilisierung der Lage im Nachbarstaat Libyen leisten. Das sei auch im Interesse seines Landes.

Die Industriestaaten ermunterte der Präsidenten zu mehr Direktinvestitionen. Ein Investitionsplan für die Sahelzone sei nötig. Zudem bedürfe es der Unterstützung unter anderem bei der Ausbildung, im Energie- oder Gesundheitssektor.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 15. August 2018 um 20:00 Uhr.

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