Mast mit verschiedenen Antennen von Mobilfunkanbietern | Bildquelle: dpa

Neuer Mobilfunkstandard 5G-Auktion startet in zweiter März-Hälfte

Stand: 25.01.2019 18:01 Uhr

Die Versteigerung der neuen Mobilfunk-Frequenzen geht in die heiße Phase. Die Bundesnetzagentur will noch im März mit der Auktion beginnen. Vier Firmen wollen mitbieten, darunter erstmals auch United Internet.

Die Bundesnetzagentur hat erste Details zur geplanten Versteigerung der neuen, schnellen 5G-Frequenzen genannt. Die Auktion wird demnach in der zweiten März-Hälfte in Mainz stattfinden. Vier Mobilfunkanbieter haben sich um eine Teilnahme beworben. Die Bundesnetzagentur will nun zügig klären, welche Bieter zugelassen werden.

Bewerbungsende der 5G-Lizenzversteigerung
tagesschau 17:00 Uhr, 25.01.2019, Stephan Ebmeyer, SWR

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1&1-Betreiber will Netz aufbauen

Es gilt als sicher, dass sich die Deutsche Telekom als Marktführer um die neuen Frequenzen bemühen wird. Vodafone und Telefónica Deutschland haben ihre Bewerbung bestätigt. Erstmals will auch der Online-Anbieter United Internet mit seiner Tochterfirma 1&1 Drillisch Frequenzen ersteigern.

Die Versteigerung wird voraussichtlich mehrere Tage dauern. Das liegt unter anderem daran, dass die Frequenzen in mehr als 40 Blöcke aufgeteilt sind. Die teilnehmenden Firmen können in mehreren Runde Gebote dafür abgeben. Bei der Versteigerung der UMTS-Fequenzen im Jahr 2000 nahm der Bund rund 50 Milliarden Euro ein. Dieses Mal dürften die Erlöse aber deutlich geringer ausfallen, weil der 5G-Standard mit hohen Investitionen verbunden ist.

Hohe Auflagen für Mobilfunkanbieter

Die Bundesnetzagentur verlangt von den späteren Betreibern, 1000 Funkmasten zu errichten. Außerdem sind sie verpflichtet, bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent aller Haushalte mit schnellem mobilen Internet zu versorgen. Auch auf den Autobahnen sowie den wichtigsten Bundesstraßen und Bahnstrecken müssen sie den Empfang sicherstellen.

Noch nicht vorgeschrieben aber von der Politik diskutiert werden zudem Roaming-Regeln. Mobilfunkanbieter müssten dabei ihre Netze für Kunden von Konkurrenten öffnen, wenn diese keinen Empfang haben. Der Digitalverband Bitkom spricht deshalb von einer Fülle von Unsicherheiten, auf die sich die Teilnehmer der Auktion einlassen müssten. Gegen die strengen Vergaberegeln klagen insgesamt neun Mobilfunkanbieter und Verbände vor dem Verwaltungsgericht Köln. Dass die Klagen die Auktion verzöger'n werden, gilt aber als unwahrscheinlich.

Der 5G-Standard gilt als wichtige Grundlage für künftige Schlüsseltechnologien wie das autonome Fahren. Daten werden dabei etwa 100 Mal schneller übertragen als von aktuellen Mobilfunknetzen. Erste 5G-fähige Handys werden voraussichtlich schon im kommenden Jahr auf den Markt kommen. Die Mobilfunkanbieter können ihre Frequenz-Rechte aber wohl erst ab 2021 nutzen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. Januar 2019 um 17:00 Uhr.

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