Weltkulturerbe Namburger Dom | Bildquelle: dpa

Weltkulturerbe Ein Fest für den Naumburger Dom

Stand: 21.10.2018 13:15 Uhr

Beim dritten Anlauf hatte es geklappt: Seit diesem Sommer gehört der Naumburger Dom in Sachsen-Anhalt zu den 44 deutschen UNESCO-Welterbestätten. Die Aufnahme in die Welterbe-Liste wurde nun gefeiert.

Die Anerkennung des Naumburger Doms als UNESCO-Welterbe ist mit einem Festakt gefeiert worden. Die Urkunde wurde in Naumburg übergeben.

Naumburger Dom: Feier zur Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe
tagesschau 17:15 Uhr, 21.10.2018, Eva Altmann/Tino Wiemei, MDR

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"Erbe der Menschheit"

Die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Maria Böhmer, sagte, sie habe sich aus Überzeugung für die Anerkennung des Naumburger Doms als UNESCO-Welterbestätte eingesetzt. Damit sei der Dom Teil des Erbes der Menschheit.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) freute sich über die Aufnahme: "Die Menschen in Sachsen-Anhalt sind sich der herausragenden Bedeutung des Naumburger Doms für diese Region und für die Architekturgeschichte der Menschheit sehr bewusst." Die Landesregierung werde auch in Zukunft die Erhaltung und Vermittlung "dieses einzigartigen Baudenkmals" unterstützen, so Haseloff.

Im Juli 2018 hatte das Welterbekomitee den Dom auf der Tagung in Bahrain als 44. UNESCO-Welterbestätte in Deutschland ausgezeichnet. Das Welterbekomitee würdigte mit seiner Entscheidung die künstlerischen Qualitäten des Doms, die Einblick in Kunst, Architektur und Technologie seiner Zeit geben. Für die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste hatte es drei Anläufe gebraucht. 2015 und 2017 waren die Bewerbungen gescheitert.

Der Naumburger Dom "St. Peter und Paul" zählt zu den bedeutenden deutschen Kathedralbauten des Hochmittelalters. Er ist ein Beispiel für die Baukunst der späten Romanik und der frühen Gotik. Der Dom ist das viertürmige Wahrzeichen der Stadt Naumburg an der Saale. An der Tourismus-Route "Straße der Romanik" gelegen zieht er jedes Jahr viele Besucher an.

Das Stadtbild dominierende Bauwerk stammt größtenteils aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Der West-Lettner und die berühmten Stifterfiguren aus der Werkstatt des Naumburger Meisters sind Beispiele frühgotischer Steinmetzkunst.


Bedeutende Skulpturen des Mittelalters

Die aus Sandstein gefertigten zwölf Naumburger Stifterfiguren gehören zu den bedeutendsten Skulpturen des Mittelalters, darunter die berühmten Figuren von Markgraf Ekkehard II. und seiner Gemahlin Uta. Mit der ältesten Steinskulptur der Heiligen Elisabeth von Thüringen (1207-1231), den von Neo Rauch im Jahr 2007 gestalteten Fenstern mit Szenen aus dem Leben der Heiligen Elisabeth und den aus der Werkstatt von Lucas Cranach stammenden Altarflügeln befinden sich weitere kostbare Kunstschätze im Dom und Domschatzgewölbe.

Weltkulturerbe Namburger Dom | Bildquelle: dpa
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Im Naumburger Dom befinden sich viele kostbare Kunstschätze.

Außergewöhnlicher Wert der Stätte

Auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen derzeit 1092 Kultur- und Naturstätten aus 161 Ländern. Deutschland verzeichnet 44 Welterbestätten. Kriterien für die Anerkennung als UNESCO-Welterbe sind unter anderem der außergewöhnliche universelle Wert der Stätte und ein Plan, der die Erhaltung des Erbes für jetzige und zukünftige Generationen sicherstellt. Mit der Aufnahme in die Welterbeliste verpflichten sich die Vertragsstaaten, die Welterbestätten auf ihrem jeweiligen Staatsgebiet zu schützen und ihren Wert der Gesellschaft zu vermitteln.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 21. Oktober 2018 um 13:15 Uhr.

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