Gläubige in einer Moschee. | Bildquelle: dpa

Rückgang im Vergleich zu 2017 Weniger Angriffe auf Muslime

Stand: 13.12.2018 03:05 Uhr

Die Zahl der Angriffe auf Muslime geht laut einem Bericht zurück. 578 Delikte registrierte das Innenministerium. Meist geht es um Beleidigungen, doch immer häufiger werden Muslime auch verletzt.

Die Zahl der Anschläge auf Muslime und muslimische Einrichtungen liegt in den ersten neun Monaten niedriger als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt.

Von Januar bis September zählten die Behörden demnach rund 578 islamfeindliche Straftaten. In beinahe allen Fällen sei davon auszugehen, dass es sich bei den Tätern um Rechtsextremisten handele. Zumeist habe es sich um Beleidigungen und Beschimpfungen, aber auch um Nötigungen gehandelt. Die Beamten registrierten zudem Sachbeschädigung und Schmierereien.

Mehr Verletzte als im Vorjahr

In den ersten neun Monaten des Jahres 2017 waren rund 780 Übergriffe auf Muslime, Moscheen und andere Einrichtungen registriert worden.

Die Zahl der Verletzten nahm dem Bericht zufolge allerdings zu: 40 Menschen seien in diesem Jahr bereits bei islamfeindlichen Übergriffen verletzt worden - 2017 waren es im gleichen Zeitraum 27, im gesamten Jahr 32.

Kritik der Linkspartei

Laut der innenpolitischen Expertin der Linken, Ulla Jelpke, verschlechterte sich der Umgang mit Muslimen auch im politischen Bereich: "Muslime werden gedemütigt, ausgegrenzt und der Islam als nicht zu Deutschland gehörig betrachtet." Jelpke forderte, dem entgegenzutreten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. Dezember 2018 um 05:30 Uhr.

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