Rauchwolken steigen beim Moorbrand auf einem Bundeswehr-Gelände in Meppen auf. | Bildquelle: dpa

Moorbrand in Meppen Von der Leyen bittet um Verzeihung

Stand: 21.09.2018 17:13 Uhr

Seit zwei Wochen brennt das Moor auf dem Bundeswehrgelände in Meppen. Ein Raketentest hatte das Feuer ausgelöst. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bittet nun um Entschuldigung.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat für den Moorbrand auf einem Bundeswehr-Testgelände bei Meppen im Landkreis Emsland um Verzeihung gebeten. "Ich entschuldige mich im Namen der Bundeswehr bei allen Menschen der Region, die jetzt unter den Auswirkungen des Brandes leiden", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Am Samstag wolle sie selbst nach Meppen reisen und sich ein Bild von der Lage machen.

Moorbrand im Emsland: Landkreis ruft Katastrophenfall aus
tagesschau 16:00 Uhr, 21.09.2018, Martina Thorausch, NDR

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Das Feuer war vor mehr als zwei Wochen bei Raketentests auf dem Bundeswehrgelände in einem Moor ausgebrochen. Mittlerweile hat sich der Brand auf rund acht Quadratkilometern ausgebreitet. Der Landkreis Emsland hat den Katastrophenfall ausgerufen. Nach Angaben von Landrat Reinhard Winter könne nicht mehr ausgeschlossen werden, dass die rund 1000 Einwohner der Gemeinden Groß Stavern und Klein Stavern evakuiert werden müssen.

Rauchbelastung wird gemessen

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen  im Bundestag in Berlin | Bildquelle: HAYOUNG JEON/EPA-EFE/REX/Shutter
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Verteidigungsministerin von der Leyen bittet um Verzeihung

Ob es allerdings dazu kommt, sei abhängig vom Verlauf der Löscharbeiten und den Wetterbedingungen, So Landrat Winter. Ein engmaschiges Netz an Messpunkten sei eingerichtet, um die Belastung durch den Rauch permanent zu überwachen.

Inzwischen ist auch die Gemeinde Sögel mit ihren 7500 Einwohnern in die Notfallpläne aufgenommen worden. Dorthin könnten sich Rauch und Funken wegen eines aufkommenden Sturmes ausbreiten. Am Freitagmorgen verzeichnete der Deutsche Wetterdienst im Raum Meppen Sturmböen von bis zu 85 Kilometern pro Stunde. Inzwischen sei ein Bürgertelefon unter den Rufnummern (05931) 44 57 01, 44 57 02 und 44 14 31 zu den möglichen Gesundheitsgefahren eingerichtet worden, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

Laut der Bundeswehr sind derzeit 1300 Kräfte im Einsatz. Die Feuerwehr Emsland hat zudem 500 weitere Einsatzkräfte angefordert, um schnell eingreifen zu können, falls das Feuer auf private Bereiche übergreifen sollte. Außerdem untersuchen Spezialkräfte der Bundeswehr gerade, wie sie große Wassermengen in das Moorgebiet befördern können, um es zu fluten. Dadurch soll verhindert werden, dass sich das Feuer unterirdisch ausbreitet.

ndr

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