DeutschlandTrend

ARD-DeutschlandTrend Jeder zweite Deutsche für NPD-Verbot

Stand: 25.11.2011 07:37 Uhr

In der Frage nach einem NPD-Verbot ist Deutschland gespalten. 52 Prozent der Bürger sprechen sich im DeutschlandTrend des ARD-Morgenmagazins dafür aus. 42 Prozent sind dagegen für eine schärfere Anwendung bestehender Gesetze. In der Gunst der Wähler legten Union und Linkspartei leicht zu.

Im Kampf gegen den Rechtsextremismus setzt jeder zweite Deutsche auf ein NPD-Verbot. Dies ergab der neue DeutschlandTrend, den Infratest dimap im Auftrag des ARD-Morgenmagazins ermittelte. Demnach sind 52 Prozent der Deutschen dafür, die NPD zu verbieten. 42 Prozent reicht es aus, bestehende Gesetze schärfer anzuwenden.

Die Mehrheit der Befragten, 55 Prozent, befürwortet dabei den Einsatz von V-Männern in der rechtsextremistischen Szene. 33 Prozent finden dagegen den Einsatz "eher hinderlich" im Kampf gegen den Rechtsextremismus.

Ein Minus vor dem Grünen-Parteitag

In Kiel treffen sich die Grünen an diesem Wochenende zu ihrem Bundesparteitag. In der Wählergunst verlieren sie im ARD-DeutschlandTrend einen Prozentpunkt und liegen nun bei 14 Prozent. Einen Prozentpunkt büßt auch die SPD ein, der 30 Prozent der Bürger ihre Stimme geben würden.

Gewinner sind die Union und die Linkspartei. Beide haben leicht zugelegt. Die CDU/CSU liegt nun bei 35 Prozent. Dies ist ein Prozentpunkt mehr als in der Umfrage vom 3. November 2011. Auch für die Linkspartei heißt es plus Eins, sie erhält nun sieben Prozent.

Die Stimmen für die Piraten bleiben unverändert bei sieben Prozent. Die FDP erhält drei Prozent der Stimmen, sie hat einen Prozentpunkt verloren.

Im Falle einer Koalition käme Rot-Grün somit auf 44 Prozent. Die Regierungskoalition hat insgesamt 38 Prozent der Bürger hinter sich.

Für den Deutschlandtrend befragte Infratest dimap im Auftrag des ARD-Morgenmagazins 1000 Bundesbürger am 22. und 23. November.