Leere Bahn | Bildquelle: picture alliance/dpa

Neue Corona-Beschränkungen Mobilität nimmt spürbar ab

Stand: 12.11.2020 15:37 Uhr

Seit Anfang November gibt es wieder strenge Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, und das hat auch Auswirkungen auf die Mobilität: Diese ging erneut zurück - allerdings nicht so massiv wie im Frühjahr.

Nach den neuerlichen Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist die Mobilität der Menschen in Deutschland zurückgegangen.

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, nahm die durchschnittliche Mobilität in der Woche des Inkrafttretens der Beschränkungsmaßnahmen vom 2. bis zum 8. November im Vergleich zur Vorwoche um 4,7 Prozent ab. Der Rückgang wurde über alle Landkreise und kreisfreien Städte hinweg verzeichnet.

Schwächerer Rückgang als im Frühjahr

Erstmals seit Juni 2020 habe die Mobilität damit eine Woche lang unterhalb des Vorjahresniveaus gelegen, ergab die Sonderauswertung von Mobilfunkdaten.

Bislang sei der Rückgang der Mobilität aber deutlich schwächer ausgeprägt als während des Lockdowns im Frühjahr 2020, als flächendeckend auch Bildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen und viele Arbeitsstätten geschlossen waren, hieß es.

"Damals ging die Mobilität zeitweise um über 30 Prozent gegenüber den Vorjahreswerten zurück", erklärte das Statistische Bundesamt.

Unterschiede zwischen West und Ost

Nach Angaben der Statistiker lassen sich insgesamt bei den Mobilitätszahlen Unterschiede zwischen dem Westen und Osten Deutschlands erkennen. Generell nehme die Mobilität in Regionen mit einer niedrigen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner weniger ab als in Regionen mit höheren Inzidenzwerten. Regionen mit niedriger Sieben-Tage-Inzidenz befänden sich überwiegend in Ostdeutschland.

Seit Beginn der Beschränkungen am 2. November sei aber auch im Osten ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Im Vergleich zur Vorwoche sei die Mobilität dort an den Werktagen 2. bis 6. November um 5,1 Prozent zurückgegangen, im Westen lag der Rückgang bei 6,0 Prozent.

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