Ein türkischer Pass in der Hand einer Frau. | Bildquelle: dpa

Statistisches Bundesamt Mehr Menschen mit Migrationshintergrund

Stand: 01.08.2018 09:54 Uhr

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund um vier Prozent auf 19 Millionen Menschen gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt sind Herkunftsländer wie Türkei und Polen an der Spitze.

Die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland steigt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erhöhte sich die Zahl im vergangenen Jahr um 4,4 Prozent auf 19,3 Millionen. Ein Mensch hat laut Bundesamt einen Migrationshintergrund, wenn er selbst oder ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde. Rund ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland gehört dazu. Demnach hatten 51 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund einen deutschen Pass.

Im Vergleich hatten 2011 laut Bundesamt nur 42 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund keinen deutschen Pass. Von den 19,3 Millionen Menschen wanderten rund 13,2 Millionen selbst zu, die meisten aus familiären Gründen. Die Zahlen basieren auf dem Mikrozensus, einer jährlichen Befragung von einem Prozent der Gesamtbevölkerung.

Heimatländer Türkei und Polen an der Spitze

Größte Gruppen waren demnach Menschen mit türkischen Wurzeln (2,8 Millionen), mit polnischen (2,1 Millionen), russischen (1,4 Millionen), kasachischen (1,2 Millionen) und rumänischen (0,9 Millionen) Wurzeln. Von 24 Millionen Mehrpersonenhaushalten in Deutschland wird in 2,5 Millionen vorwiegend nicht deutsch gesprochen. Am häufigsten wird in diesen Haushalten stattdessen Türkisch, Russisch, Polnisch oder Arabisch gesprochen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 01. August 2018 um 11:00 Uhr.

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