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CDU-Kandidat Merz "Ich bin kein Mann des Übergangs"

Stand: 16.11.2021 23:24 Uhr

CDU-Politiker Merz will die Union gestalten und darauf vorbereiten, wieder in Regierungsverantwortung treten zu können. Sich selbst und seine Kandidatur um den Parteivorsitz sehe er nicht als Übergangslösung, so Merz in den tagesthemen.

Friedrich Merz sieht sich und seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz nicht als Übergangslösung. "Ich bin mit Sicherheit kein Mann des Übergangs", sagte Merz im Interview mit den tagesthemen. Er wolle Opposition gestalten und die Union "vorbereiten, Regierungsverantwortung zu übernehmen", so Merz. Er habe sich die Defizite der Union bei der vergangenen Bundestagswahl genau angeschaut und wolle für die Partei "Kompetenz in der Sozialpolitik zurückgewinnen". Wirtschaft sei nicht alles, sagte Merz.

Wahr sei, dass die Union Wählerinnen und Wähler in alle Himmelsrichtungen verloren habe. Von der AfD wolle er nicht mehr versuchen, Wähler zurückzugewinnen. Angesichts der zunehmenden Radikalisierung vieler AfD-Funktionäre müsse es eine Brandmauer zu der Partei geben: "Es gibt keine überschneidenden Wählergruppen."

Dagegen wolle er Wähler der Grünen, der Sozialdemokraten und der FDP zurückgewinnen. Angesprochen auf den Anspruch seines Konkurrenten Norbert Röttgen, in der politischen Mitte zu stehen, sagte Merz: "Ich glaube, wir reklamieren alle für uns, in der Mitte zu stehen."

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 16. November 2021 um 22:15 Uhr.