Friedrich Merz spricht auf dem 31. Bundesparteitag der CDU | Bildquelle: CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REX/Shutte

Missverständliches Interview Merz sorgt für Verwirrung

Stand: 11.01.2019 17:23 Uhr

Eigentlich schien die Sache klar: Friedrich Merz wird bald die CDU-Chefin beraten. Doch in einem Interview klang er plötzlich ganz anders. Ein Missverständnis?

Von Andrea Müller, ARD-Hauptstadtstudio

Friedrich Merz hat mit einem Fernsehinterview Verwirrung über seine künftige Rolle in der CDU ausgelöst. Äußerungen im Nachrichtensender n-tv legten den Schluss nahe, er lehne es nun doch ab, die Partei zu beraten. Er werde in keine Kommission und kein Gremium der Partei gehen, sagte Merz in dem Interview. Die Parteizentrale spricht von einem Missverständnis.

Der Beraterkreis der Vorsitzenden ist kein offizielles Gremium der Partei, sagte eine CDU-Sprecherin dem ARD-Hauptstadtstudio. Insofern gebe es keinen Dissenz mit Merz über die künftige Zusammenarbeit. Man sei sich vollkommen einig.

"Mir braucht niemand eine Aufgabe zuzuweisen"

Heißt: Alles nur ein Missverständnis. Denn Merz' Äußerungen bei n-tv klangen sehr nach einer weiteren Absage: "Mir braucht niemand eine Aufgabe zuzuweisen", sagte Merz. Er sei zwar bereit zu helfen und die Parteivorsitzende zu beraten. Aber nein: In ein Gremium oder eine Kommission werde er sich nicht einbinden lassen.

Nach kurzer Verwirrung scheint nun also die Rolle klar zu sein. Merz soll sein konservatives Profil in einen Expertenkreis einbringen, der die Parteivorsitzende berät. Er werde mit seinem Rat zur Wirtschafts- und Finanzpolitik zur Verfügung stehen, erklärte eine CDU-Sprecherin. Ebenso, wenn es um Fragen der Außen und Sicherheitspolitik gehe.

Verwirrung um Friedrich Merz
A. Müller, ARD Berlin
11.01.2019 17:29 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. Januar 2019 um 16:00 Uhr.

Darstellung: