Friedrich Merz mit Journalisten | Bildquelle: REUTERS

Merz und der Markenkern Selbstbewusst und vage

Stand: 31.10.2018 18:01 Uhr

Wirtschaftsliberal und sozial, wertkonservativ und modern, national und basisdemokratisch - das alles soll die CDU nach Vorstellung des Parteichef-Kandidaten Merz sein. Auf dessen Pressekonferenz blieb vieles vage.

Von Alex Krämer, ARD-Hauptstadtstudio

Da sitzt einer, der selbstbewusst ist, sehr selbstbewusst: "Mein Name ist Friedrich Merz - mit e." Und seine Kurzbotschaft: Die Partei steckt in der Krise, er werde die CDU da rausholen: "Wir müssen verstehen, was die Menschen im Land bewegt, und wir dürfen sie nicht mit Floskeln abspeisen."

Von denen serviert Merz dann allerdings selber so einige - bleibt sehr im Allgemeinen, mit dem, was er zu seinen inhaltlichen Vorstellungen skizziert. "Die CDU muss sich Klarheit verschaffen über ihren Markenkern", sagt er - und redet dann von einer Partei, in der Liberale, Konservative und Sozialpolitiker Platz haben sollen, die für Zusammenhalt kämpft, für Umweltschutz, für eine sichere Zukunft der Jungen, zu deren Lasten keine Politik gemacht werden dürfe - dieser Markenkern ist ziemlich breit.

Bewerbung um Parteivorsitz: Friedrich Merz will Erneuerung
tagesthemen 21:35 Uhr, 31.10.2018, Marie-Kristin Boese, ARD Berlin

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Erst einmal für alle etwas

Präziser wird es nicht - das liegt auch daran, dass die Pressekonferenz auf seinen Wunsch auf 20 Minuten beschränkt wurde. Kaum Zeit zum Nachfragen. Als Neoliberalen sieht Merz, der früher für Sozialkürzungen plädierte, sich nicht: "Ich bin von meiner ganzen Überzeugung und Neigung her ein Wirtschaftsliberaler, ein Wertkonservativer und ein sozialpolitisch engagierter Mensch".

Also für alle was dabei - er will schließlich eine Mehrheit bekommen auf dem Parteitag - fordert eine Modernisierung, mehr Frauen in der CDU - und lässt dann doch die konservativen Stichworte fallen, mit denen er verbunden wird: "Die Modernisierung der Partei muss einschließen, dass gerade in Zeiten von Migration und Globalisierung nationale Identität und traditionelle Werte einen festen Platz in unserem Denken und Handeln haben."

Angela Merkel und Friedrich Merz | Bildquelle: picture-alliance/ dpa
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Merz glaubt, im Falle seiner Wahl als CDU-Chef mit seiner Vorgängerin Merkel kooperieren zu können.

Merz kann auch mit Merkel - meint er

Der Wahlkampf ist eröffnet - Merz findet Regionalkonferenzen gut, in denen er und seine Mitbewerber Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn sich vorstellen können. Und wenn es klappen sollte am 8. Dezember - dann werde es anschließend auch mit ihm und der Kanzlerin klappen - vielleicht sogar bis zur Wahl 2021: "Ich bin der festen Überzeugung, dass Angela Merkel und ich miteinander unter diesen veränderten Bedingungen auskommen und klarkommen werden. Und zwar so, wie wir beide es dann gemeinsam beurteilen."

Genau daran haben viele Zweifel, schließlich ist Merz als Merkel-Gegner bekannt, als Anti-Merkel geradezu. Eine Kurzvorstellung, preußisch knapp, die noch sehr viel offen lässt. Doch Friedrich Merz kündigt an: Er will seine Ideen in den nächsten Wochen noch präzisieren.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 31. Oktober 2018 um 15:00 Uhr.

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