Kanzlerin Angela Merkel | Bildquelle: REUTERS

Merkel will erneut Kanzlerin werden "Entscheidung war alles andere als trivial"

Stand: 20.11.2016 22:19 Uhr

Seit Wochen wurde spekuliert, nun hat Angela Merkel offiziell ihre Kanzlerkandidatur verkündet. Sie habe "unendlich viel darüber nachgedacht", sagte sie in Berlin. Es sei eine Entscheidung in "schwierigen Zeiten". Ihre erste Hürde ist der Parteitag in rund zwei Wochen.

Zitat

"Ich brauche lange und die Entscheidungen fallen spät - dann stehe ich aber auch dazu."

Merkel über ihre Kandidatur

Angela Merkel will 2017 zum vierten Mal Kanzlerin werden: Am Abend erklärte sie offiziell ihre Bereitschaft dazu. Sie habe "unendlich viel darüber nachgedacht", sagte die 62-Jährige. Sie bewerbe sich für die volle Amtszeit von vier Jahren. Die Entscheidung sei "alles andere als trivial - weder für das Land, noch für die Partei, noch für mich persönlich". Mit ihrer Kandidatur ist auch eine Bewerbung für die Fortführung ihres CDU-Vorsitzes verbunden.

Die Wahl im kommenden Jahr finde in schwierigen, unsicheren Zeiten statt, sagte Merkel. Es werde Anfechtungen von allen Seiten geben. Innenpolitisch diagnostizierte sie eine starke Polarisierung unserer Gesellschaft. Auch europäisch und international seien Interessen und Werte umkämpft: So sei die Situation in der EU durch die Flüchtlingskrise und den Brexit angespannt. Außerdem müsse sich die "Weltlage neu sortieren" - insbesondere nach der Präsidentenwahl in den USA.

Die Kandidatin: Merkels Pressekonferenz in Berlin
20.11.2016

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"Ich weiß genau, was wir machen müssen"

In den vergangenen elf Jahren habe die von ihr geführte Regierung einiges erreicht. "Und jetzt weiß ich genau, was wir weiter machen müssen", sagte Merkel. Als Beispiele nannte sie unter anderem, das Rentensystem zukunftsfest zu machen und die Digitalisierung voranzutreiben. Diese Fragen reizten sie. "In meiner Arbeit kann ich Erfahrung in die Waagschale werfen, Kenntnis und natürlich auch neue Ideen."

Die Kanzlerin machte deutlich, dass sie diese Erfolge als Leistung von vielen Menschen betrachte. "Kein Mensch, kein Mensch alleine, auch nicht mit größter Erfahrung, kann die Dinge in Deutschland, Europa, in der Welt mehr oder weniger zum Guten wenden, und schon gar nicht eine Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland."

Sie wolle sich nicht auf ihren Meriten ausruhen, betonte Merkel in der ARD-Sendung "Anne Will". Vor ihrer Entscheidung habe sie sich gefragt, ob sie Deutschland etwas Neues geben und sie etwas für den Zusammenhalt der Gesellschaft tun könne. Dann habe sie sich für eine Kandidatur entschieden. Sie und die CDU stünden für "Maß und Mitte". Es sei ihre Aufgabe, in diesen Zeiten dramatischer Veränderungen Orientierung zu geben.

Parteitag am 6. Dezember

Merkel will sich zunächst beim CDU-Bundesparteitag in Essen am 6. Dezember der Wiederwahl zur Parteivorsitzenden stellen. Dann soll auch über den Leitantrag "Orientierung in schwierigen Zeiten" abgestimmt werden, der bei der Vorstandssitzung besprochen wurde. Darin steht geschrieben, dass sich eine Flüchtlingskrise wie 2015 nicht wiederholen solle. Integrationsverweigerer sollen mit Sanktionen bis hin zu Leistungskürzungen und Ausweisung rechnen. Die CDU wolle enttäuschte Wähler zurückgewinnen und ihre Politik stärker auf Familien und Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ausrichten.

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer wird nach den Worten von Merkel nicht zum CDU-Parteitag kommen. Beide hätten sich geeinigt, "im Sinne der Reziprozität" (Wechselseitigkeit) zu verfahren, machte sie deutlich. Sie sei nicht beim CSU-Parteitag gewesen, deshalb werde Seehofer auch nicht Gast beim CDU-Parteitag sein. Beide wollten sich aber zu Beginn des Jahres treffen, um über ein gemeinsames Programm für die Bundestagswahl 2017 zu beraten.

Merkel ist seit April 2000 CDU-Vorsitzende und seit November 2005 Bundeskanzlerin. Sollte sie 2017 zum vierten Mal gewinnen, hat sie die Chance, CDU-Mitbegründer Konrad Adenauer und auch Rekordhalter Helmut Kohl einzuholen. Adenauer war 14 Jahre, Kohl 16 Jahre Bundeskanzler.

Merkel will an der Macht bleiben
tagesthemen 23:00 Uhr, 20.11.2016, Ulla Fiebig, ARD Berlin

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 20. November 2016 um 23:00 Uhr.

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