Anja Karliczek, CDU | Bildquelle: imago/Metodi Popow

Kabinettsposten der CDU Karliczek soll Bildungsministerin werden

Stand: 25.02.2018 17:07 Uhr

CDU-Abgeordnete Karliczek soll laut ARD-Hauptstadtstudio Bildungsministerin werden. Am Abend will Kanzlerin Merkel die insgesamt sechs künftigen CDU-Minister offiziell benennen.

Kanzlerin Angela Merkel will Anja Karliczek nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios zur Bundesministerin für Bildung und Forschung machen. Die 46-jährige CDU-Abgeordnete gehört dem Bundestag seit der Wahl 2013 an.

Karliczek ist parlamentarische Geschäftsführerin in der Unions-Fraktion. Sie wurde in ihrem nordrhein-westfälischen Wahlkreis in Steinfurt direkt in den Bundestag gewählt. Karliczek würde Nachfolgerin von Johanna Wanka (CDU) werden, die bereits vor Monaten ihren Rückzug angekündigt hatte.

Immer deutlichere Konturen des Kabinetts

Damit nimmt das künftige Kabinett einer Großen Koalition immer deutlichere Konturen an. Zuvor war bekannt geworden, dass Merkel ihren Kritiker Jens Spahn zum Gesundheitsminister machen will. Auch damit käme sie Forderungen der Jungen und Konservativen in der CDU nach einer Verjüngung und Erneuerung in Partei und Kabinett entgegen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte am Nachmittag, dass Spahn "an vielen Stellen" bewiesen habe, "dass er es kann und bestimmt auch ein guter Bundesminister für Gesundheit wird".

Oliver Köhr, ARD Berlin, zu den künftigen CDU-Ministern
tagesschau 13:15 Uhr, 25.02.2018

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Vor allem in der Flüchtlingspolitik habe Spahn immer wieder eine konservative Linie durchscheinen lassen, so ARD-Korrespondent Oliver Köhr: "Spahn galt vor vier Jahren schon als Kandidat für ein Ministeramt. Damals hat Merkel ihn übergangen. Wenn sie ihn nun tatsächlich ein weiteres Mal übergehen würde, dann könnte das beim morgigen Parteitag für erhebliche Unruhe sorgen - bis hin zu der Frage, ob Merkel wirklich noch ein Gespür für die Stimmen in der Partei hat. Mit dieser Benennung umgeht sie dieses Dilemma."

Der Parlamentarische Staatssekretär im Finanzministerium, Jens Spahn, redet vor Beginn einer Bundestagssitzung mit Kanzlerin Angela Merkel. | Bildquelle: dpa
galerie

Spahn gilt derzeit als der profilierteste parteiinterne Kritiker der Kanzlerin.

Bleibt Gröhe doch Teil des neuen Kabinetts?

Insgesamt hat Merkel sechs CDU-Ministerposten zu vergeben. "Es gilt als sicher, dass Julia Klöckner Landwirtschaftsministerin wird", so Köhr. Peter Altmaier werde wohl das Amt des Wirtschaftsministers bekommen. Helge Braun, bislang Staatsminister im Kanzleramt, könne dann Altmaiers Nachfolge als Kanzleramtsminister antreten. Ursula von der Leyen soll demnach Verteidigungsministerin bleiben.

Nach Informationen der "BamS" soll die bisherige Gesundheitsstaatssekretärin Annette Widmann-Mauz Staatsministerin für Integration im Kanzleramt werden. Widmann-Mauz ist Chefin der Frauen-Union und gilt als Merkel-Vertraute.

Bekanntgabe am frühen Abend

Merkel will die Namen der CDU-Kabinettsmitglieder am frühen Abend bekannt geben. Es wird erwartet, dass sie zunächst Präsidium und Bundesvorstand über die Personalentscheidungen informiert, bevor sie die Mitglieder ihrer Regierungsmannschaft öffentlich benennt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. Februar 2018 um 17:15 Uhr.

Darstellung: