In einem Gymnasium bereiten sich die Abiturienten in der Aula auf den Beginn der schriftlichen Englisch-Prüfung vor.  | Bildquelle: dpa

Petitionen in mehreren Bundesländern Schüler protestieren gegen Mathe-Abitur

Stand: 05.05.2019 22:33 Uhr

Viel zu schwer: Schüler mehrerer Bundesländer wehren sich gegen die Abituraufgaben dieses Jahres im Fach Mathematik - und haben Online-Petitionen eingereicht.

Schüler mehrerer Bundesländer wehren sich gegen angeblich zu schwere Abiturprüfungen im Fach Mathematik. In Bayern, Niedersachsen, Bremen, Hamburg und dem Saarland sowie in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Thüringen und Sachsen-Anhalt beschwerten sie sich mit Online-Petitionen darüber. Insgesamt gab es mehr als 60.000 Mitstreiter.

Schüler protestieren gegen Mathematik-Abitur
tagesthemen 22:15 Uhr, 06.05.2019, Svea Eckert, NDR

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Aufgaben in Geometrie und Stochastik

In der Petition an das bayerische Kultusministerium heißt es: "Wir Abiturienten bitten darum, den Notenschlüssel des Mathematik-Abiturs in Bayern 2019 zu senken und dem Schwierigkeitsgrad anzupassen." Begründet wird dies mit Aufgabenstellungen, die vorher kaum einer gesehen habe, dies betreffe vor allem Geometrie und Stochastik. Bis zum Nachmittag hatten fast 50.000 die Online-Petition unterschrieben.

In einer Petition Hamburger Schüler an die Schulbehörde heißt es, die Anforderungen seien nicht erfüllbar gewesen. Dort unterstützten bisher mehr als 2400 Menschen die Initiative auf der Plattform OpenPetition.

Schüler in NRW beim Zentralabitur | Bildquelle: dpa
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Schüler in Bayern, Niedersachsen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern fordern, dass die Mathe-Aufgaben im Abitur überprüft werden.

Niedersächsische Schüler forderten in ihrer Petition an das Kultusministerium "eine sofortige Stellungnahme und eine gerechte Lösung". Mehr als 9200 Menschen unterstützten dies.

In Mecklenburg-Vorpommern erreichte eine ähnliche Petition bei Change.org mehr als 2000 Unterstützer, im Saarland haben mehr als 3000 Menschen unterschrieben.

Schüler protestieren gegen Mathematik-Abitur
tagesschau 20:00 Uhr, 06.05.2019, Alf Meier, BR

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Bundesländer wollen prüfen

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo von den Freien Wählern sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wir nehmen das natürlich ernst und werden das sorgfältig prüfen." Bereits am Montag wolle er mit Experten seines Ministeriums darüber sprechen. Lehrkräfte und Fachberater sollen einbezogen werden.

Unterstützung vom bayerischen Lehrerverband

Unterstützung bekamen die Schüler vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband. Verbandspräsidentin Simone Fleischmann sagte der dpa, in einem Teil der Prüfung habe es sehr viel - auch unnötigen - Text gegeben. "Eklatant viele" Schüler seien deshalb nicht rechtzeitig fertig geworden.

In Niedersachsen sagte ein Sprecher des Kultusministeriums der dpa: "Wir werden uns die Petition anschauen und dann die Aufgaben fachlich prüfen lassen."

In Hamburg wies der Sprecher der Schulbehörde darauf hin, dass die Prüfung erst am Freitag war. Seine Behörde habe noch keine Rückmeldung bekommen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 05. Mai 2019 um 16:00 Uhr.

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