Busunfall auf Madeira "Bergungsarbeiten sehr schwierig"

Stand: 18.04.2019 01:08 Uhr

Nach dem Busunglück auf Madeira laufen die Bergungsarbeiten unter schwierigen Bedingungen, berichtet ARD-Korrespondent Sebastian Kisters. Bundesaußenminister Maas äußerte sich dazu, ob unter den Opfern Deutsche sind.

Nach dem schweren Busunglück mit vielen Toten auf Madeira gibt es erste Erkenntnisse zum Hergang des Unfalls. ARD-Korrespondent Sebastian Kisters berichtet, dass in portugiesischen Medien ein technisches Problem als mögliche Ursache genannt wird. Demnach soll das Gaspedal des Busses geklemmt haben.

Sebastian Kisters, ARD Madrid, mit aktuellen Informationen zum Busunglück
Morgenmagazin, 18.04.2019

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Landstraße mit sehr engen Kurven

"Wenn man sich die Unfallstelle anschaut, ist zu erkennen: Es ist eine kleine Landstraße mit einer sehr engen Kurve gewesen - es gab keine Leitplanken", sagt Kisters. In dieser Kurve sei der Bus von der Fahrbahn abgekommen und auf ein Haus gestürzt.

Örtlichen Medienberichten zufolge waren die wohl mehr als 50 Insassen des Reisebusses auf einem Ausflug in die Inselhauptstadt Funchal unterwegs. Der Busfahrer soll laut Medienberichten erkannt haben, dass etwas nicht stimmt, lenkte den Bus vom Abgrund weg und stieß gegen eine Mauer. Das zeigen wohl Fahrspuren am Unfallort. Dann fuhr das Fahrzeug den Hang hinab, es überschlug sich wohl mehrfach.

Verletzte sollen ausgeflogen werden

Die portugiesische Regierung hat demnach angekündigt, mindestens ein Flugzeug nach Madeira zu schicken, um Verletzte zur Behandlung auf das portugiesische Festland auszufliegen. ARD-Korrespondent Kisters berichtet, dass laut einer portugiesischen Behördenmeldung derzeit drei Menschen in Lebensgefahr schweben, 20 außer Lebensgefahr sind. Die Patienten sind nach Angaben der Behörden in zwei Krankenhäusern in Funchal untergebracht.

Das Auswärtige Amt hat noch nicht bestätigt, dass es sich bei den 29 getöteten Menschen um Deutsche handelt. Bundesaußenminister Heiko Maas schrieb am Morgen auf Twitter: "Wir müssen davon ausgehen, dass unter den Opfern viele Deutsche sind."

An der Unfallstelle gestalten sich die Arbeiten schwierig: Zum einen ist das Haus, auf das der Bus gestürzt ist, dadurch instabil geworden. Zum anderen ist der Zugang zu der am Hang gelegenen Straße erschwert, es besteht die Gefahr von Erdrutschen.

29 Tote nach Busunglück auf Madeira
Morgenmagazin, 18.04.2019, Sebastian Kisters, ARD Madrid

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Über dieses Thema berichtete das nachtmagazin am 17. April 2019 um 00:48 Uhr und das ARD-Morgenmagazin am 18. April 2019 um 05:37 Uhr.

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