Außenminister Heiko Maas in Berlin | Bildquelle: REUTERS

Staatengruppe G7 Maas bleibt beim "Njet" zu Russland

Stand: 27.07.2020 02:57 Uhr

Außenminister Maas hat seinen Widerstand gegen eine Wiederaufnahme Russlands in den Kreis der G7 bekräftigt. Als Grund nannte er anhaltende Konflikte in der Ukraine. Damit wies er einen Plan von US-Präsident Trump erneut zurück.

Bundesaußenminister Heiko Maas hat erneut die Forderungen nach Wiederaufnahme Russlands in den Kreis der G8-Staaten zurückgewiesen. "Der Grund für den Ausschluss Russlands waren die Annexion der Krim und die Intervention in der Ostukraine. Solange wir dort keine Lösung haben, sehe ich dafür keine Chance", sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post" und dem "Bonner General-Anzeiger".

Zu Plänen von US-Präsident Donald Trump, den G7-Gipfel in diesem Jahr um zusätzliche Teilnehmerstaaten zu erweitern und dazu auch Russland einzuladen, sagte Maas: "Russland kann selbst den größten Beitrag dazu liefern, dass solche Türen wieder geöffnet werden. G7 und G20 sind zwei vernünftig aufeinander abgestimmte Formate, wir brauchen nicht noch G11 oder G12."

Konflikte "nicht gegen sondern mit Russland lösen"

Momentan sei das Verhältnis "in vielen Dossiers" schwierig, so Maas. Er betonte aber auch, dass man Russland brauche, um Konflikte wie in Syrien, Libyen und in der Ukraine zu lösen. "Das wird nicht gegen Russland, sondern nur mit Russland gehen."

Russland war 2014 nach seiner völkerrechtswidrigen Annexion der Krim-Halbinsel aus der G8-Gruppe ausgeschlossen worden, die damit zur G7-Gruppe geschrumpft war. US-Präsident Donald Trump hatte wiederholt für die Wiederaufnahme Russlands plädiert. Die USA haben derzeit den Vorsitz der G7. Der Gruppe gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA an. 

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. Juli 2020 um 04:47 Uhr.

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