UFO-Mitglied in Streikweste | Bildquelle: dpa

Geplanter UFO-Streik Lufthansa lässt Aufruf vor Gericht prüfen

Stand: 06.11.2019 07:20 Uhr

Die Lufthansa geht mit einem Spitzengespräch auf die Gewerkschaften zu, um einen Streik des Kabinenpersonals noch abzuwenden. Gleichzeitig lässt das Unternehmen den Aufruf zur Arbeitsniederlegung juristisch prüfen.

Der geplante Streik der Lufthansa-Flugbegleiter wird heute juristisch überprüft. Das Unternehmen hat beim Arbeitsgericht in Frankfurt am Main eine einstweilige Verfügung gegen die Flugbegleitergewerkschaft UFO beantragt. Das Gericht muss nun im Eilverfahren feststellen, ob UFO mit dem Arbeitskampf legale tarifliche Ziele verfolgt.

Die Gewerkschaft hatte die Beschäftigten der Lufthansa-Kerngesellschaft zu einem 48-Stunden-Streik aufgerufen, der am Donnerstag um 0 Uhr beginnen soll.

Krisengespräch mit drei Gewerkschaften

Die Airline geht aber auch einen Schritt auf die Arbeitnehmerseite zu: UFO und die beiden Gewerkschaften ver.di und Cabin Union sind für Mittwochabend zu einem Krisengespräch mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr eingeladen worden. Die verfahrene Situation sei laut Unternehmen weder den Mitarbeitern noch den Kunden länger zumutbar. UFO-Chefin Sylvia de la Cruz will der Einladung folgen. Gleichzeitig hat sich die Gewerkschaft aber vorbehalten, den Streik auf weitere Flugbetriebe des Konzerns auszudehnen.

Das Unternehmen will einen Sonderflugplan für die Streiktage Donnerstag und Freitag veröffentlichen. Den Kunden hat Lufthansa bereits umfangreiche und kostenfreie Umbuchungsmöglichkeiten angeboten.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 05. November 2019 um 17:00 Uhr.

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