Airbus A 380 der Lufthansa | Bildquelle: dpa

Streik des Kabinenpersonals Lufthansa lädt zu Gespräch ein

Stand: 06.11.2019 06:32 Uhr

Die Lufthansa will einen Streik des Kabinenpersonals offenbar mit allen Mitteln verhindern. Sie lud die Gewerkschaften für heute zu einem Gespräch ein, geht aber auch juristisch gegen den Streik vor.

Im Streit mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO geht die Lufthansa einen Schritt auf die Arbeitnehmerseite zu. Der Konzern teilte mit, UFO und die beiden anderen Gewerkschaften, ver.di und Cabin Union, seien für Mittwochabend zu einem Gespräch mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr eingeladen. Die verfahrene Situation sei weder den Mitarbeitern noch den Kunden länger zumutbar.

Auch juristische Schritte eingeleitet

Die Lufthansa reichte aber beim Frankfurter Arbeitsgericht auch einen Antrag auf einstweilige Verfügung gegen den von UFO angekündigten Streik ein. Hintergrund des zweiten Streikaufrufs ist die Weigerung des Konzerns, Tarifverhandlungen zu starten. Die Lufthansa begründet das mit der Neubesetzung des UFO-Vorstandes. Die Gewerkschaft habe keine Vertreter mit Befugnis zu Verhandlungen und Verträgen.

UFO-Mitglied in Streikweste | Bildquelle: dpa
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Die Gewerkschaft UFO ruft die Beschäftigten der Lufthansa-Kerngesellschaft zu einem 48-Stunden-Streik auf.

"Lufthansa-Gesprächsangebot ist PR-Maßnahme"

UFO hat das Kabinenpersonal für Donnerstag und Freitag zu einem 48-stündigen Ausstand aufgerufen. Dem Gesprächsangebot der Lufthansa will die UFO-Vorsitzende Sylvia de la Cruz dennoch folgen: "Auch wenn der Weg über die Öffentlichkeit vermuten lässt, dass das Ganze eine reine PR-Maßnahme ist, halte ich es für richtig, dass Spohr als Konflikttreiber auch derjenige ist, der nach einem Ausstieg sucht."

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 05. November 2019 um 17:00 Uhr.

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