Blick in ein leeres Klassenzimmer | Bildquelle: picture alliance/dpa

Prognose der Kultusminister Viel zu wenig Lehrer für Ostdeutschland

Stand: 11.10.2018 13:38 Uhr

Deutschland steuert auf einen dramatischen Lehrermangel zu. Bis 2030 gibt es laut einer Prognose der Kultusministerkonferenz Einstellungsbedarf für 32.000 Lehrer jährlich - aber zu wenig Bewerber. Das trifft vor allem den Osten.

Laut einer Prognose der Kultusministerkonferenz (KMK) droht Deutschland ein erheblicher Lehrermangel. Bundesweit sei bis 2030 mit einem durchschnittlichen Einstellungsbedarf von knapp 32.000 Lehrern pro Jahr zu rechnen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. . Dem stünden jedoch nicht ausreichend Bewerber gegenüber.

Kultusministerkonferenz beschäftigt sich mit Thema Lehrermangel
tagesschau 20:00 Uhr, 11.10.2018, Robert Holm/Ramon Babazadeh, RBB

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Jedes Jahr könnten Hunderte Lehrerstellen unbesetzt bleiben - vor allem an Berufsschulen und an Schulen, die eine sonderpädagogische Ausbildung erfordern. Auch an Grundschulen gebe es erhebliche Schwierigkeiten. Bei Gymnasiallehrern gebe es hingegen einen "deutlichen Bewerberüberhang".

Der Osten werde weit stärker als der Westen betroffen sein. So sind drei von vier Neueinstellungen in Berlin in Grundschulen Seiteneinsteiger. Das erklärte der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger. Viele würden mit einwöchigem Crashkurs an die Schulen geschickt.

In Westdeutschland wird es demnach 3,5 Prozent mehr Lehrer als benötigt geben.

Plädoyer für mehr Studienplätze

Über die Prognose wollen die Kultusminister der Länder auf ihrer Konferenz in Berlin beraten. Der Chef der KMK, Helmut Holter, plädiert für mehr Plätze in Lehramtsstudiengängen. "Es müssen mehr Lehrer ausgebildet werden", sagte er.

Wichtig sei, dass alle Länder mitzögen, sagte er. "Ansonsten bilden vielleicht wenige Länder aus und die anderen sind Nutznießer." Zwar sei die Ausbildung von Lehrern in der Zuständigkeit der einzelnen Länder. "Aber alle haben eine gesamtdeutsche Verantwortung", erklärte Holter.

GEW fordert Notbremse

Deutliche Veränderungen bei der Ausbildung forderte die Bildungsgewerkschaft GEW. "Wenn nicht die Notbremse gezogen wird, steuert Deutschland auf einen Bildungsnotstand zu", erklärte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe.

Die GEW legte ein Zehn-Punkte-Programm gegen den Lehrkräftemangel vor, der unter anderem die gleiche Bezahlung von Lehrern an Grundschulen und Gymnasien sowie eine bessere Förderung von Quereinsteigern vorsieht.

Beratungen über Platzvergabe für Medizinstudium

Bei ihrer bis Freitag dauernden Sitzung wollen die Kultusminister auch Empfehlungen zur Stärkung der Demokratieerziehung in der Schule geben und über die künftige Platzvergabe beim Medizinstudium beraten. Schüler, die sich gesellschaftlich engagieren, sollten dafür im Zeugnis gewürdigt werden.

Zu wenig Lehrer für die Zukunft in Deutschland
E. Seibert, ARD Berlin
11.10.2018 10:00 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. Oktober 2018 um 11:00 Uhr.

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