Auf der Wochenstation der Universitätsfrauenklinik in Leipzig liegen wenige Stunden alte Babys auf einem Bett. | Bildquelle: dpa

Statistisches Bundesamt Lebenserwartung steigt weiter an

Stand: 26.03.2018 10:47 Uhr

In Deutschland steigt die Lebenserwartung für Neugeborene weiter an. Zwischen den Bundesländern gibt es aber große Unterschiede: Am besten sieht es in Baden-Württemberg aus.

Die Lebenserwartung in Deutschland hat sich erneut erhöht. Neugeborene Mädchen leben durchschnittlich 83 Jahre und zwei Monate, neugeborene Jungen 78 Jahre und vier Monate, teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit ist die Lebenserwartung im Zeitraum 2014 bis 2016 um jeweils zwei Monate gegenüber 2013 bis 2015 gestiegen.

Große regionale Unterschiede

Die höhere Lebenserwartung ist in Deutschland aber ungleich verteilt. Neugeborene in Baden-Württemberg leben statistisch gesehen am längsten. Jungen werden hier im Schnitt 79 Jahre und sechs Monate alt, Mädchen 84 Jahre. Eine ähnlich hohe Lebenserwartung haben Neugeborene in Bayern.

Die geringste Lebenserwartung haben Jungen in Sachsen-Anhalt mit 76 Jahren und vier Monaten, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern. Bei Mädchen ist die Lebenserwartung im Saarland mit 82 Jahren und drei Monaten am geringsten.

Drei ältere Frauen sitzen auf einer Bank in Hannover. | Bildquelle: dpa
galerie

Regionales Gefälle: In Baden-Württemberg leben Frauen statistisch gesehen anderthalb Jahre länger als im Saarland.

Auch Ältere leben länger

Auch die Lebenserwartung für jetzt lebende ältere Menschen ist weiter gestiegen. Wer als Mann ein Alter von 65 Jahren erreicht, hat statistisch gesehen die Wahrscheinlichkeit, noch 17 Jahre und zehn Monate weiterzuleben. Für 65-jährige Frauen ergeben sich statistisch 21 weitere Lebensjahre. Bei den Männern betrug der Zuwachs zwei, bei den Frauen einen Monat.

Für die Berechnung verwenden die Statistiker Daten zu Gestorbenen und der Altersverteilung in der Bevölkerung. Die Lebenserwartung bei Geburt gibt an, wie lange Neugeborene den aktuellen Verhältnissen entsprechend durchschnittlich leben werden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 26. März 2018 um 12:00 Uhr.

Darstellung: