Karl Lauterbach | REUTERS

Auffrischungsimpfungen Lauterbach für Wiedereröffnung der Impfzentren

Stand: 31.10.2021 06:47 Uhr

Angesichts steigender Corona-Zahlen nimmt die Debatte um Auffrischungsimpfungen weiter an Fahrt auf. SPD-Experte Lauterbach forderte nun die Wiedereröffnung der Impfzentren, um die Booster-Impfungen zu beschleunigen.

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert im Kampf gegen die Corona-Pandemie, die vielfach geschlossenen Impfzentren wieder einzurichten. Die Impfungen kämen viel zu langsam voran, um die stark steigende vierte Welle der Pandemie zu brechen, schrieb er auf Twitter.

Es gebe "realistischerweise" derzeit nicht viele Möglichkeiten "mit großer Wirkung", so Lauterbach weiter. Eine von zwei Möglichkeiten sei "eine viel schnellere Boosterimpfung", hob er mit Blick auf Auffrischungsimpfungen hervor. "Dafür müsste man die Impfzentren wieder öffnen."

Als andere Möglichkeit nannte Lauterbach "konsequent 2G anzuwenden" - also nur Geimpfte oder Genesene zu Veranstaltungen oder in Restaurants im Innenbereich einzulassen. "Das senkt die Fallzahlen stark", betonte der SPD-Gesundheitspolitiker.

Zahl der Geimpften steigt nur langsam

Die Zahl der Geimpften steigt nur noch langsam. Eine Auffrischungsimpfung gegen die mit der Zeit nachlassende Wirkung nehmen viel weniger Menschen wahr, als es könnten. Vor allem Risikogruppen wird dies empfohlen. Die Politik sucht händeringend Konzepte, mehr Menschen dazu zu bewegen.

Die regionalen Impfzentren waren im vergangenen Winter zum Start der Impfungen eingerichtet worden. Hintergrund waren Anforderungen an eine starke Kühlung der zunächst knappen Impfstoffe und ein strikter Vorrang für gefährdete Bevölkerungsgruppen. Zeitweise gab es mehr als 400 Impfzentren. Bund und Länder hatten vereinbart, sie spätestens zum 30. September zurückzufahren oder zu schließen. Die meisten Länder stellten auf mobile Impfteams um. Daneben impfen auch Arztpraxen, inzwischen sind es aber wieder weniger.

Inzidenz steigt auf fast 150

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete einen weiteren Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz auf 149,4 von 145,1 am Vortag. Zudem registrierte das Institut Das Robert-Koch-Institut meldet 16.887 Neuinfektionen - 3155 mehr als am Sonntag vor einer Woche. 33 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 95.729.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 31. Oktober 2021 um 09:00 Uhr.