Armin Laschet | dpa

Kurz vor NATO-Gipfel Laschet fordert höhere Verteidigungsausgaben

Stand: 13.06.2021 03:55 Uhr

Vor dem NATO-Gipfel am Montag hat sich Unions-Kanzlerkandidat Laschet für ein stärkeres sicherheitspolitisches Engagement Deutschlands ausgesprochen. Dazu gehöre auch ein Bekenntnis zum Zwei-Prozent-Ziel.

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat sich für höhere Militärausgaben Deutschlands und eine stärkere Übernahme von militärischen Lasten durch die Bundeswehr ausgesprochen. "In Afrika und rund um das Mittelmeer muss Deutschland mehr tun. Die sicherheitspolitischen Aufgaben werden nicht weniger", sagte der CDU-Chef der "Bild am Sonntag".

Zu Einsätzen in der afrikanischen Sahelzone, wo Frankreich aktiv Terroristen bekämpft und Deutschland zwar ausbildet, aber nicht an Kampfeinsätzen beteiligt ist, sagte Laschet: "Wir sind in Mali mit Frankreich zusammen aktiv, und über eine stärkere Lastenteilung kann man immer sprechen." Diese wird von Paris seit Längerem gefordert.

"Mitverantwortlich für die Sicherheit unserer Partner"

Laschet bekräftigte zudem seine Unterstützung für das Zwei-Prozent-Ziel, mit dem sich die NATO-Staaten verpflichtet haben, darauf hinzuarbeiten, dass sie zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben. "Wenn wir international etwas verabredet haben, sollte man sich auch daran halten." Deutschland sei "als Bündnispartner mitverantwortlich für die Sicherheit vieler unserer Partner", so Laschet.

Mit Blick auf die transatlantischen Beziehungen sagte der CDU-Politiker: "Der neue US-Präsident Joe Biden hat ein Fenster aufgemacht für die Revitalisierung der transatlantischen Beziehungen - wir müssen das nutzen, um die Demokratien weltweit zu stärken."

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 13. Juni 2021 um 18:12 Uhr.