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Laschet in den tagesthemen "Der Dissens ist nicht so groß"

Stand: 30.03.2021 23:10 Uhr

Nach der Schelte von Kanzlerin Merkel am Wochenende sieht der CDU-Vorsitzende Laschet keine grundlegenden Differenzen. Es gebe aber unterschiedliche Rezepte im Umgang mit der Pandemie, sagte er in den tagesthemen.

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, hat die Corona-Strategie seines Landes erneut verteidigt. In den tagesthemen sagte er, man würde zwar die "Notbremse flächendeckend umsetzen, aber da wo es in einem Laden eine Terminvereinbarung gibt, da wollen wir Anreize setzen, dass das mehr Menschen machen. Sie müssen sich nämlich vorher testen lassen." Er betonte, er wolle vor allem mit mehr Testungen für sinkende Infektionszahlen sorgen.

Laschet betont Gemeinsamkeiten

Hintergrund ist die Kritik von Kanzlerin Angela Merkel. Bei Anne Will am Sonntag hatte sie auf die Frage, ob die Corona-Notbremse denn "so flexibel angedacht sei, wie NRW sie nun interpretiere", gesagt: "Nein, das habe ich mir nicht so gedacht. Wo die Inzidenz über 100 ist, gibt es keinen Ermessensspielraum." Auch über andere Länder, wie Berlin oder das Saarland, die trotz steigender Inzidenzen Lockerungen zuließen, sei sie "nicht glücklich".

Dennoch betonte CDU-Chef Laschet vor allem die Gemeinsamkeiten: Auf die Vorwürfe von Merkel angesprochen, die ihren eigenen Parteichef öffentlich angehen würde, sagte Laschet: "Ich habe das nicht als Angehen empfunden." Und weiter: "Wir haben ein gutes Vertrauensverhältnis, die Kanzlerin und ich. Sie führt das Land gut durch die Krise."

Eine dramatische Phase der Pandemie

Es gebe unterschiedliche Meinungen, unter den Ministerpräsidenten genau wie auch in der Bundestagsfraktion. Und es gebe unterschiedliche Rezepte in den Bundesländern. Es sei aber klar, das für weitere Öffnungen überhaupt keine Zeit sei, es gelte die bestehenden Regeln streng einzuhalten. Deutschland sei in einer dramatischen Phase der Pandemie, deshalb müsse man alles tun, damit die Zahlen runtergehen.

Man werde nun über die Ostertage nachdenken, wo noch Verbesserungen möglich seien. Es sei wichtig Maßnahmen zu beschließen, die auch tatsächlich Wirkung zeigen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 30. März 2021 um 22:30 Uhr.