Armin Laschet

ARD-Interview Laschet hält sich in K-Frage bedeckt

Stand: 16.01.2021 17:34 Uhr

Wer zieht für die Union als Kanzlerkandidat in den Wahlkampf? Nach Ansicht des neuen CDU-Chefs Laschet stellt sich diese Frage derzeit nicht. In der ARD-Sendung Farbe bekennen äußerte er sich auch zum unterlegenen Kandidaten Merz.

Der neue CDU-Vorsitzende Armin Laschet will sich noch nicht auf einen Kanzlerkandidaten festlegen. In der ARD-Sendung Farbe bekennen sagte er, entscheidend sei, dass die Union geschlossen in die Wahl gehe. "Wir haben verabredet, dass wir das im Frühjahr machen", sagte Laschet. Er werde bald mit CSU-Chef Markus Söder zusammenkommen. "Wir werden sicher einen gemeinsamen guten Vorschlag dann machen."

Von Umfragewerten wird die Union ihre Entscheidung laut Laschet nicht abhängig machen. "Ich glaube nicht, dass Umfragen entscheiden, wer gewinnt." Entscheidend sei, was die beste Aufstellung sei.

Auch bei der Frage, ob der CDU-Vorsitzende gleichzeitig Kanzlerkandidat sein müsse, hielt sich der NRW-Ministerpräsident bedeckt: "Die Geschichte der CDU war meistens erfolgreich, wenn auch der CDU-Vorsitzende bereit war, Kanzlerkandidat zu sein", sagte Laschet - fügte aber umgehend hinzu: In die Gespräche gehe er ergebnisoffen.

Laschet: Kabinettsumbildung kein Thema

Zu Friedrich Merz, dem unterlegenen Kandidaten im Rennen um den Parteivorsitz, sagte Laschet: "Ich hätte mir gewünscht, dass er ins Präsidium geht. Er hat das anders für sich entschieden, das ist in Ordnung." Man werde in den nächsten Wochen sprechen, welche Rolle er einnehmen könne. "Es bleibt dabei, dass ich ihn schätze, aber eine Kabinettsumbildung war kein Thema."

Von Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich Laschet nicht absetzen: "Ich glaube, das muss man nicht." Nach der Corona-Pandemie würden große wirtschaftliche Aufgaben zu bewältigen sein. Diese hätten mit der Kanzlerschaft der vergangenen 16 Jahre nichts zu tun.

Über dieses Thema berichtete das Erste in der Sendung "Farbe bekennen" am 16. Januar 2021 um 20:15 Uhr.