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Vor Bund-Länder-Treffen Laschet verteidigt Corona-Strategie

Stand: 11.12.2020 22:23 Uhr

NRW-Ministerpräsident Laschet hat in den tagesthemen für einen harten Lockdown vor Weihnachten plädiert. Gleichzeitig verteidigte er den bisherigen Kurs von Bund und Ländern in der Corona-Pandemie.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat die Corona-Strategie von Bund und Ländern in den tagesthemen trotz hoher Neuinfektionszahlen verteidigt.

Man habe die Strategie "Stück für Stück" weiterentwickelt, immer in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft. "Wir sitzen ja alle zusammen, reagieren auf die Situation." Man habe die Hoffnung gehabt, mit dem Ende Oktober beschlossenen Teil-Shutdown bestünde die Perspektive auf ein entspannteres Weihnachtsfest. "Wir sehen heute: Das hat so nicht funktioniert." Die Zahlen seien zu hoch.

Lockdown noch vor Weihnachten

In Deutschland sei jetzt der Zeitpunkt zu sagen: "Wir dürfen nicht länger warten, wir brauchen einen Lockdown noch vor Weihnachten", so Laschet. Die jüngste Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina vom Dienstag, in der sie einen "harten" Lockdown empfiehlt, beschreibt Laschet als Wendepunkt. Man wolle nun sogar noch etwas schneller reagieren, als von den Forschenden angeregt, die einen Lockdown nach Weihnachten vorgeschlagen hatten.

Bund-Länder-Beratungen am Sonntag geplant

"Wir müssen jetzt herunter, damit bei den millionenfachen Begegnungen um das Weihnachtsfest die Zahlen auf einem niedrigeren Niveau sind als heute", mahnte der NRW-Ministerpräsident. Ob die Maßnahmen am 10. Januar enden, könne niemand wissen. "Das liegt an uns allen, wie wir uns jetzt in den nächsten Wochen und Monaten verhalten", so Laschet.

Laut Informationen des ARD-Hauptstadtstudios finden die Bund-Länder-Beratungen, bei denen ein zweiter Lockdown beschlossen werden könnte, am Sonntagvormittag statt.