Eine "Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung" liegt auf einem Telefon. | picture alliance / Zoonar

Wegen Corona und Grippe Telefonische Krankschreibung verlängert

Stand: 17.11.2022 14:04 Uhr

Die telefonische Krankschreibung bei leichten Atemwegsinfekten ist bis Ende März 2023 verlängert worden. Damit müssen Patienten mit leichten Infekten nicht in die Arztpraxis kommen.

Telefonische Krankschreibungen ohne Praxisbesuch bleiben im Fall von Erkältungsbeschwerden angesichts der Corona-Krise und der Grippesaison noch bis Ende März 2023 möglich. Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken beschloss, eine vorerst bis Ende November laufende Sonderregelung zu verlängern. Eine telefonische Krankschreibung gilt für bis zu sieben Tage. Sie kann einmal um bis zu weitere sieben Tage verlängert werden. 

"Wir stehen vor der Erkältungs- und Grippesaison"

Der Gemeinsame Bundesausschuss erläuterte, es sei im Moment schwer vorherzusagen, wie sich die Fallzahlen von Corona-Erkrankten in den Krankenhäusern in den kommenden Monaten entwickelten. "Erschwerend kommt aber hinzu: Wir stehen vor der Erkältungs- und Grippesaison", sagte der Vorsitzende Josef Hecken. Das spreche dafür, auf Sicherheit für Patientinnen, Patienten und das Praxispersonal zu setzen. Hecken wies vor allem auf chronisch Kranke hin, die öfter als andere in Arztpraxen gehen müssten und besonders vor vermeidbaren Infektionen zu schützen seien.

Mit der telefonischen Krankschreibung hätten Praxen nun weiterhin eine einfach umsetzbare Möglichkeit, leichte und schwere Krankheitsfälle voneinander abzugrenzen und volle Wartezimmer zu vermeiden. Die Krankschreibung per Telefon war erstmals im Frühjahr 2020 wegen Corona eingeführt und bereits mehrmals verlängert worden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 17. November 2022 um 14:00 Uhr.