Jugendliche mit Zigaretten und Alkohol

Studie zu Alkoholmissbrauch Trendwende beim "Komasaufen"

Stand: 30.06.2015 16:14 Uhr

Ob bei Partys oder in der Disko - der Griff zur Flasche gehört für viele jungen Leuten dazu. Allerdings kommt das sogenannte "Komasaufen" immer mehr aus der Mode. Laut einer Studie trinken Jugendliche und junge Erwachsene besonnener als früher.

Das "Komasaufen" bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen geht zurück. Laut der neuen Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben sich im vergangenen Jahr etwa 13 Prozent der 12- bis 17-Jährigen mindestens einmal im Monat in einen Vollrausch getrunken. Bei den 18- bis 25-Jährigen war es fast jeder Dritte. Das waren deutlich weniger als in den Jahren zuvor.

Bundesdrogenbeauftragte sieht erfreuliche Entwicklung

Jugendliche mit Zigaretten und Alkohol
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Jugendliche mit Alkohol

Die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler wertete dies als "erfreuliche Entwicklung". Der Alkoholkonsum sei allerdings immer noch zu hoch und dürfe nicht bagatellisiert werden.

Vor allem bei männlichen Trinkern zeigte sich in beiden Altersgruppen ein deutlicher Rückgang. Bei jungen Frauen stiegen die Zahlen dagegen leicht an. Allerdings trinken sie insgesamt immer noch weit weniger als ihre männlichen Altersgenossen.

Viele verzichten völlig auf Alkohol

Immer mehr Jugendliche verzichten völlig auf Alkohol. Jeder Dritte der 12- bis 17-Jährigen gab an, noch nie Alkohol konsumiert zu haben. Befragt wurden für die Studie 7000 junge Leute zwischen 12 und 25 Jahren.

Die Bundeszentrale will künftig bei ihren Präventionskampagnen auf Online-Kommunikation setzen. So soll die Zielgruppe über soziale Netzwerke und Online-Plattformen besser erreicht werden.

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