Die Unfallstelle in Köln. Im April 2015 wurde eine Studentin Opfer eines illegalen Autorennens. Foto vom 17.02.2016, Quelle: dpa | Bildquelle: dpa

Bewährung aufgehoben Raser müssen doch ins Gefängnis

Stand: 22.03.2018 14:28 Uhr

Nach dem Tod einer Radfahrerin bei einem illegalen Autorennen in Köln müssen zwei Raser nun doch ins Gefängnis. Das Kölner Landgericht entschied, dass die bereits verhängten Haftstrafen wegen fahrlässiger Tötung nicht zur Bewährung ausgesetzt werden.

Der Fall war neu verhandelt worden, nachdem der Bundesgerichtshof im Juli das Urteil einer anderen Landgerichtskammer aufgehoben hatte.

Die heute 24 und 25 Jahre alten Männer müssen damit ihre rechtskräftigen Strafen von zwei Jahren sowie einem Jahr und neun Monaten in der Haftanstalt verbüßen. Sie hatten sich 2015 ein illegales Autorennen geliefert, bei dem eine 19-jährige Radfahrerin angefahren wurde und starb.

Nach Auffassung des BGH hatten die Kölner Richter in ihrem ersten Urteil 2016 nicht berücksichtigt, wie sich die Strafaussetzung zur Bewährung auf das allgemeine Rechtsempfinden der Bevölkerung auswirke. Außerdem habe das Gericht außer Acht gelassen, dass die beiden Raser den Unfall mit ihrer aggressiven Fahrweise vorsätzlich herbeigeführt hätten. Deshalb musste sich das Kölner Landgericht in dem Revisionsprozess erneut mit der Frage der Bewährung befassen.

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. März 2018 um 16:00 Uhr und die tagesschau um 15:00 Uhr.

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