Volvo XC60 | Bildquelle: picture alliance / Uli Deck/dpa

Dieselaffäre Volvo prüft Hardware-Nachrüstungen

Stand: 01.10.2018 17:33 Uhr

Nach BR-Recherchen prüft Volvo als erster ausländischer Autokonzern Hardware-Nachrüstungen bei einem seiner Fahrzeuge. Am Abend beraten die GroKo-Spitzen beim Koalitionsgipfel über Lösungen in der Diesel-Affäre.

Während die Bundesregierung noch ringt, ob und in welchem Umfang die deutschen Automobilhersteller zu einer Hardware-Nachrüstung für ältere Diesel-Fahrzeuge verpflichtet werden können, ist ein erster ausländischer Konzern offenbar schon weiter. Nach Informationen von BR Recherche prüft Volvo für seine Kunden ein Nachrüstungsangebot.

Weniger Stickoxid durch Harnflüssigkeit

Die Verhandlungen eines bayerischen Herstellers von Nachrüst-Systemen mit dem chinesisch-schwedischen Autohersteller Volvo laufen seit Monaten - unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit. Nach Informationen von BR Recherche und dem "Spiegel" hat der Autozulieferer am Freitag den Antrag für eine "Allgemeine Betriebserlaubnis" eines zusätzlichen Abgasreinigungssystems beim Kraftfahrtbundesamt eingereicht.

Volvo plant offenbar, Kunden, die eine Diesel-Variante des Geländewagens XC60 fahren, ein Angebot für eine Hardware-Nachrüstung vorzulegen. Es handelt sich dabei um eine Nachrüstungsanlage mit so genanntem SCR-Katalysator. In diesen wird Harnflüssigkeit eingespritzt, um das giftige Stickoxid unschädlich zu machen.  

Auf Anfrage wollte ein Volvo-Sprecher zu dem Projekt keine Auskunft geben. Es gebe immer wieder Projekte, die zunächst ein "rein interner Vorgang" seien. Sobald der Koalitionsausschuss eine Entscheidung getroffen habe, werde sich Volvo die "beschlossenen Rahmenbedingungen ansehen" und dann den Kunden "individuelle Lösungen" anbieten.

Vor Koalitionsausschuss wegen Dieselstreit
tagesschau 12:00 Uhr, 01.10.2018, Kirsten Girschick, ARD

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Dieselgipfel im Kanzleramt

Am Abend kommen die Spitzen von Union und SPD in Berlin zu einem Koalitionsgipfel zusammen. Sie beraten, um die Luftverschmutzung in deutschen Städten reduziert werden kann - um damit weitere Diesel-Fahrverbote zu vermeiden.

Im Zentrum der Diskussion stehen zwei Lösungsvorschläge: Kaufanreize von mehreren Tausend Euro pro Autobesitzer, damit mehr von ihnen ältere Diesel durch neue, sauberere Wagen ersetzen. Das will vor allem die Union. Die SPD dringt dagegen darauf, die Motoren technisch nachrüsten. Einig sind sich beide nur darin, dass Diesel-Fahrverbote abgewendet werden sollen.

"Es geht nicht ohne Hardware-Nachrüstungen"

Bundesumweltministerin Svenja Schulze sagte dem SWR, sie gehe davon aus, dass die Koalition zu einer Lösung komme. Allerdings werde es ohne Hardware-Nachrüstungen nicht gehen. Diese seien besonders wichtig, nur so könne die Luft in Städten wirklich sauberer werden. CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer betonte, er lege großen Wert darauf, "dass die Fahrzeughalter finanziell nicht belastet werden".

Bouffier (CDU) und Göring-Eckardt (Grüne) zum Dieselstreit
Bericht aus Berlin, 30.09.2018

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Nachbesserungen zunächst in Ballungszentren?

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund erklärte vorab, es sei vernünftig, Umtausch oder Nachrüstung älterer Dieselautos zunächst nur Autofahrern in besonders belasteten Regionen anzubieten. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sprach im SWR von einem ersten Schritt: "Mittelfristig muss das natürlich für alle Dieselbesitzer gelten, es geht nur kurzfristig darum, dass man eine Reihenfolge aufstellt." Wenn alle betroffenen Autobesitzer ihre Dieselautos auf einmal umtauschen oder nachrüsten dürften, "dann wird das unendlich lange dauern: Es müssen Typgenehmigungen erteilt werden, man braucht die Werkstätten und die Herstellergarantie - das ist nicht so einfach."

Am Wochenende hatte die "Bild" berichtet, dass die Hersteller VW, Daimler und BMW sich zu großzügigen Umtauschprämien von bis zu 10.000 Euro bereit erklärt haben. Allerdings nur für Diesel-Besitzer in den 14 am stärksten belasteten Regionen. Darunter München, Stuttgart, Köln, Hamburg, Kiel und Darmstadt. Frankfurt und Berlin wären demnach nicht dabei.

Mit Informationen von Arne Meyer-Fünffinger und Josef Streule

Koalitionsausschuss zum Thema Diesel
Alex Krämer, ARD Berlin
30.09.2018 20:59 Uhr

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Über dieses Thema berichtete am 01. Oktober 2018 das ARD-Morgenmagazin um 06:09 Uhr und Inforadio um 06:02 Uhr.

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