Fridays-for-Future-Logo auf einer Jacke | Bildquelle: dpa

"Fridays for Future" Millionen zum Klimaprotest erwartet

Stand: 19.09.2019 19:57 Uhr

Die "Fridays for Future"-Bewegung erhält breite Unterstützung: Über 200 Organisationen und Initiativen rufen zum Klimastreik auf. Allein in Deutschland sind in mehr als 500 Orten Proteste geplant.

Millionen Menschen wollen weltweit am Freitag für den Klimaschutz demonstrieren. In mehr als 150 Ländern soll es Proteste geben. Allein in Deutschland werden Hunderttausende zum dritten globalen Klimastreik erwartet.

Anlass ist der bevorstehende Klimagipfel der Vereinten Nationen in New York. Die Organisatoren der deutschen Proteste wollen zudem ein Signal an das Klimakabinett in Berlin senden, das sein Maßnahmenpaket vorstellen will.

200 Organisationen unterstützen junge Aktivisten

Nicht nur die jugendlichen Aktivistinnen und Aktivisten von "Fridays for Future" rufen zu den Protesten auf. Sie bekommen erstmals offiziell Unterstützung von über 200 Organisationen, Initiativen und weiteren Akteuren. Das Spektrum reicht von klassischen Umweltschutzorganisationen über Menschenrechtsorganisationen, Kirchen, Forschungseinrichtungen, Gewerkschaften bis hin zu Banken und Unternehmen.

Die Demonstranten gehen für die Einhaltung der Pariser Klimaziele auf die Straße, also eine Begrenzung der Erderwärmung unter 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter. Die "Fridays for Future"-Bewegung fordert deshalb einen raschen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und eine schnelle Bepreisung von Kohlendioxid-Emissionen.

Schülerinnen und Schüler demonstrieren am 24.05.2019 während des Fridays for Future - Klimastreiks in Frankfurt/ Main. | Bildquelle: dpa
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Beim zweiten globalen Klimastreik am 24. Mai 2019 wurden etwa 350.000 Teilnehmer bundesweit registriertbeim zweiten globalen Klimastreik am 24. Mai kurz vor der Europawahl wurden etwa 350.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bundesweit gezählt.

Hunderttausende Demonstranten erwartet

In Hamburg wurden bei der Polizei 20.000 bis 30.000 Demonstrationsteilnehmer angemeldet. Auch in Berlin, München, Köln, Düsseldorf, Kiel, Bremen und Leipzig wird es große Kundgebungen geben. Im gesamten Bundesgebiet haben mehr als 500 Ortsgruppen Klimaproteste angekündigt. Die vom Verfassungsschutz beobachtete Interventionistische Linke (IL) plant in mehreren deutschen Städten "Verkehrsblockaden und radikale Aktionen".

Verkehrsminister Andreas Scheuer. | Bildquelle: REUTERS
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Verkehrsminister Andreas Scheuer sieht Proteste als Rückendeckung.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sagte bei der Eröffnung einer Teststrecke für automatisiertes Fahren in Berlin mit Blick auf die Klimaproteste und die geplante Sitzung des Klimakabinetts:

"Wir werden morgen ein paar Schwierigkeiten haben hier auf den Straßen, weil sich einige Leute entschlossen haben, uns nochmal Rückendeckung und Motivation zu geben, die Klimaziele auch wirklich konzentriert anzugehen."

Beim ersten globalen Klimastreik am 15. März beteiligten sich nach Veranstalterangaben in Deutschland rund 300.000 Menschen, beim zweiten globalen Klimastreik am 24. Mai kurz vor der Europawahl wurden etwa 350.000 Teilnehmer bundesweit registriert.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. September 2019 um 09:00 Uhr und 12:00 Uhr.

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