Auftaktgottesdienst zum Kirchenstreik "Maria 2.0" | Bildquelle: dpa

Kirchenstreik "Maria 2.0" Nicht in die Kirche, nicht zum Ehrenamt

Stand: 11.05.2019 21:16 Uhr

Es geht ihnen um Reformen in der katholischen Kirche - vor allem um mehr Rechte für Frauen. Ihr Mittel, um darauf aufmerksam zu machen: Ein einwöchiger "Kirchenstreik". Ihr Motto: "Maria 2.0".

Mit einem Gottesdienst im Freien in Münster hat eine bundesweite Aktion für mehr Frauenrechte in der katholischen Kirche begonnen. Unter dem Motto "Maria 2.0" fordern die Initiatorinnen Frauen, aber auch Männer auf, eine Woche lang keine Kirchen zu betreten und ehrenamtliche Tätigkeiten ruhen zu lassen.

Der Protest richtet sich gegen Machtstrukturen in der Kirche und die Vertuschung von sexuellem Missbrauch durch Amtsträger. Neben dem Zugang von Frauen zu allen Kirchen-Ämtern fordern die Initiatorinnen unter anderem auch die Aufhebung des Pflichtzölibats und eine umfassende Aufklärung von Missbrauchsfällen in der Kirche.

Wie viele Menschen sich an dem einwöchigen "Kirchenstreik" beteiligen werden, sei schwer einzuschätzen, sagte Mitinitiatorin Lisa Kötter. Es hätten sich jedoch Hunderte Gruppen, zum Teil ganze Kirchengemeinden, unter anderem aus Berlin, Hamburg und Freiburg mit der Bewegung solidarisiert.

Katholische Frauen im Kirchenstreik
tagesschau 17:15 Uhr, 12.05.2019, Torsten Beermann, WDR

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Bischof: "Die Ungeduld vieler Frauen muss man wahrnehmen"

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode unterstützt die Bewegung "Maria 2.0". "Ich finde die Aktion gut, um ein Zeichen zu setzen für mehr Beteiligung von Frauen in der katholischen Kirche", sagte Bode, der auch Vorsitzender der Frauenkommission in der Deutschen Bischofskonferenz ist, dem Evangelischen Pressedienst.

Bode betonte, er tue sich zwar schwer damit, wenn Frauen am Sonntag auch die Eucharistiegemeinschaft aufkündigen und in Pfarrsälen eigene Feiern abhalten. "Aber die Ungeduld vieler Frauen in der katholischen Kirche muss man sehr wahrnehmen. Dahinter steckt eine ganz tiefe Verletzung, dass sie sich in der Kirche nicht so angenommen fühlen, wie es ihrem Einsatz entspricht."

Hinter "Maria 2.0" steht keine feste Gruppe, sondern eine Frauenbewegung, die in der Heilig-Kreuz-Gemeinde in Münster entstanden ist. Die beiden großen katholischen Frauenverbände KDFB und KFD unterstützen das Anliegen von "Maria 2.0".

Lisa Kötter, Mitinitiatorin des Kirchenstreiks "Maria 2.0" | Bildquelle: dpa
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Lisa Kötter, Mitinitiatorin des Kirchenstreiks "Maria 2.0" beim Auftaktgottesdienst in Münster

Über dieses Thema berichtete der Deutschlandfunk am 11. Mai 2019 um 13:00 Uhr.

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