Werbematerial zum 25. Geburtstag des Kinderkanals (KiKA). | dpa

Kinderkanal von ARD und ZDF KiKa feiert 25. Geburtstag

Stand: 13.01.2022 14:26 Uhr

Im Januar 1997 ging der Kinderkanal von ARD und ZDF das erste Mal auf Sendung - nun wird der 25. Geburtstag gefeiert. KiKa will im Jubiläumsjahr seine digitalen Angebote erneuern und mehr Möglichkeiten zum Mitmachen schaffen.

Der KiKa wird 25 Jahre alt. Der Kinder- und Jugendkanals von ARD und ZDF will seinen Geburtstag unter anderem mit neuen Produktionen und digitalen Weiterentwicklungen begehen. Auch soll im Frühjahr ein Redaktionsrat mit zehn Kindern ins Leben gerufen werden. Im Moment laufe dafür die Bewerbungsphase, die sich an Kinder zwischen neun und 13 Jahren richte, sagte Kika-Programmgeschäftsführerin Astrid Plenk in Erfurt.

Kinder mehr einbeziehen

Man wolle über das gesamte Geburtstagsjahr hinweg "noch stärker versuchen, Kinder in die Arbeiten des KiKas einzubinden und mit entscheiden zu lassen". MDR-Intendantin Karola Wille sagte: "Ich bin mir ganz sicher, dass der Bedarf und die Existenz eines öffentlich-rechtlichen Kinderangebotes unbestritten ist." Der KiKa vermittle bis heute Wissen und Werte und sei mit seinen Einordnungen "wichtiger denn je".

Die Mediathek solle dabei stärker nutzerorientiert gestaltet werden, ergänzte Plenk. Man wolle erreichen, dass sich Kinder länger im Internet in ihren Lieblingsformaten bewegen können. Geplant sei, bekannte Formate aus dem linearen Programm, wie "Schloss Einstein", im Internet zu ergänzen durch Podcasts oder Rubriken wie "Hinter den Kulissen".

ZDF-Intendant Thomas Bellut betonte: "Wir stehen 100 Prozent hinter diesem Angebot." Das Programm werde zugleich stetig überprüft und überarbeitet, fügte Wille hinzu. So habe man sich in den vergangenen Jahren etwa mit mehr starken Mädchen in der Heldenrolle diverser aufgestellt. "Da hat sich eine ganze Menge geändert", so Wille.

Wissens-App und ein Podcast

Auch die Kinder selbst haben sich laut Plenk in den vergangenen 25 Jahren verändert. Zwar herrschten bei der Altersgruppe immer noch Themen wie Freundschaft und Miteinander vor - "das sind Dauerbrenner und die verändern sich auch nicht" - doch seien die jungen Menschen von heute wieder engagierter. Sie interessierten sich für Nachhaltigkeit, Teilhabe und Diversität und stellten etwa Fragen wie: "Wie kann ich anderen helfen?" und "Was kann ich entwickeln, um das Leben leichter zu machen?"

Auch für das zweite Geburtstagshalbjahr hat sich der Sender viel vorgenommen. Der Programmauftrag "Bildung und Wissen" soll eine Stärkung erfahren. So soll etwa kika.de komplett neu starten. "Zusätzlich werden wir mir einer Wissens-App an den Start gehen", kündigte Plenk an. Der "Tigerenten Club" soll ein zusätzliches Programm bekommen, neue Animationen sollen zu sehen sein. Auch wolle man stärker auf Grundschulkinder eingehen sowie das Elternangebot weiterentwickeln.

Außerdem ist der Start eines KiKa-Unternehmenspodcasts mit dem Titel: "Generation Alpha - Der KiKa-Podcast" geplant. Im Dialog mit Gesprächspartnern und -partnerinnen aus Gesellschaft, Medien und Kultur soll es darin um wichtige Zukunftsthemen der jungen Generation gehen. Der Podcast, der sich vor allem an Eltern richtet, will den Angaben zufolge ein Wegweiser zu sein, um die "Generation Alpha"- also Kinder, die zwischen 2010 und 2015 geboren sind - medienkompetent zu begleiten.

Zukunft von Kindern

In 25 Episoden soll es um mögliche Ansätze und Visionen für die Zukunft von Kindern und Kindermedien gehen. Unter anderem sind als Gäste geplant die Klimaschutzaktivistin von "Fridays For Future", Luisa Neubauer, und Maria Furtwängler, Schauspielerin und Co-Gründerin der MaLisa-Stiftung, die sich für Gleichberechtigung in der Gesellschaft einsetzt.

Und auch, wenn das KiKaninchen dreidimensional werden soll und Maus und Elefant eine Jubiläumssendung anlässlich des KiKa-Geburtstags planen - live und in Farbe wird erst einmal nicht gefeiert. Mit Blick auf Corona hoffe man, zumindest im Sommer deutschlandweit gemeinsam mit dem KiKaninchen, Bernd dem Brot, der Maus und all den anderen gemeinsam feiern und zu Live-Musik tanzen zu können, sagte Plenk.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. Januar 2022 um 12:00 Uhr.