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Streit um Preiserhöhungen Kaufland streicht Unilever-Produkte

Stand: 21.12.2018 15:02 Uhr

Seit Monaten schwelt der Streit um Preiserhöhungen - jetzt ist er eskaliert: Kaufland verbannt dauerhaft fast alle Unilever-Produkte. Schon bald dürften Marken wie Knorr oder Pfanni aus den Regalen verschwinden.

In dem seit Monaten schwelenden Streit um Preiserhöhungen nimmt Kaufland die Produkte des Konsumgüterkonzerns Unilever dauerhaft aus den Regalen. Zum Jahresende werde die wie Lidl zur Schwarz-Gruppe gehörende Supermarktkette die Jahrzehnte lange Geschäftsbeziehung zu dem britisch-niederländischen Konzern in Deutschland beenden, teilte Kaufland mit.

Zahlreiche Marken betroffen

"Zum 31. Dezember beendet Kaufland die Jahrzehnte langen Geschäftsbeziehungen zu Unilever in Deutschland", teilte das Unternehmen mit. Damit dürften schon bald bekannte Marken aus dem Unilever-Portfolio wie Knorr, Mondamin, Pfanni, Dove, Duschdas und Signal aus den Regalen des Unternehmens verschwinden. Lediglich einige ausgewählte Eissorten aus dem Unilever-Angebot will die Kette weiter verkaufen.

Ein Kunde steht vor einem Kühlregal im Supermarkt | Bildquelle: dpa
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Bei Kaufland wird es wohl bald keine Unilever-Produkte wie Pfanni mehr geben.

Zuvor hatten die "Lebensmittel Zeitung" und das "Handelsblatt" darüber berichtet. Von Unilever war zunächst keine Stellungnahme zu dem Schritt zu erhalten.

Drastischer Preisaufschlag

Kaufland, mit seinen über 660 Filialen und rund 75.000 Mitarbeitern in Deutschland, begründete den Schritt unter anderem mit der Forderung von Unilever nach einem drastischen Preisaufschlag. Dies hätte "zu erheblichen Erhöhungen der Verkaufspreise geführt, die über marktübliche Preise hinausgegangen wären", klagte Kaufland.

Der Konflikt zwischen der Handelskette und dem Konsumgüterriesen dauert schon seit Mai an. Zwischenzeitlich hatte Kaufland bereits zahlreiche Unilever-Produkte aus den Regalen genommen und durch andere Markenprodukte oder Eigenmarken-Angebote ersetzt.

Über dieses Thema berichtete WDR 5 am 04. September 2018 um 18:05 Uhr in der Sendung "Profit".

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