Ein Messdiener schwenkt vor dem Hauptgottesdienst des Katholikentages auf dem Schlossplatz ein Weihrauchfass. | Bildquelle: dpa

Katholikentag in Münster Friede sei mit euch - auch unter Bischöfen

Stand: 13.05.2018 12:26 Uhr

Der 101. Katholikentag in Münster ist mit einem Gottesdienst zu Ende gegangen. In seiner Predigt sprach Kardinal Marx auch den seit Monaten schwelenden Streit innerhalb der katholischen Kirche an.

Auf dem Schlossplatz in Münster ist mit einem feierlichen Abschlussgottesdienst der 101. deutsche Katholikentag zu Ende gegangen. Nach Angaben des Veranstalters versammelten sich rund 30.000 Gläubige. Die Predigt hielt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Münchner Kardinal Reinhard Marx.

"Instrumente des Friedens"

Kardinal Marx rief in seiner Predigt dazu auf, trotz der "Zerrissenheit" und Krisen in der Welt die Hoffnung nicht zu verlieren. Es brauche ein "Mehr an Hoffnung". Die Christen und die Kirchen sollten "Instrumente des Friedens" sein, denn Frieden sei nicht allein mit militärischen Mitteln zu erreichen.

"Wir werden nicht nachlassen" im ökumenischen Engagement, fügte Marx hinzu. Auch in der katholischen Kirchen selbst wolle man sich darum bemühen, "dass wir eins sind, auch wir Bischöfe". Die Frage, ob protestantische Ehepartner zur Kommunion zugelassen werden sollen, hatte innerhalb der katholischen Kirche zuletzt für Kontroversen gesorgt.

Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, beim Hauptgottesdienst des Katholikentages. | Bildquelle: dpa
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Kardinal Marx sagte in seiner Predigt, man wolle sich darum bemühen, "dass wir eins sind, auch wir Bischöfe".

Woelki gilt als Marx' Hauptkontrahent

Zu Marx' Zuhörern gehörte auch der Kölner Kardinal Rainer Woelki, der als sein Hauptkontrahent im derzeitigen Kommunionsstreit gilt. In einer am Sonntag veröffentlichten Videobotschaft forderte Woelki jedoch ebenfalls: "Bei der Friedenssuche geht es übrigens nicht nur um die großen Kriege der Völker, auch die vielen Kleinkriege in unseren Gemeinden und in unseren Familien, ja auch unter uns Bischöfen, die müssen befriedet werden."

Das bedeute nicht, dass man über den rechten Weg nicht auch mal streiten dürfe. "Ich bin der festen Überzeugung, Streit um die gute Sache, der ist dringend notwendig. Aber das Ziel, ein friedliches Zusammenleben auf allen menschlichen Ebenen im Einklang mit Gott und seinem Willen, das dürfen wir dabei nie aus den Augen verlieren."

Die Bischofskonferenz hatte mit Drei-Viertel-Mehrheit dafür gestimmt, protestantische Ehepartner in Einzelfällen zur Kommunion zuzulassen. Dagegen hatten sieben konservative Bischöfe beim Vatikan interveniert. Papst Franziskus rief die deutschen Bischöfe daraufhin auf, "im Geist kirchlicher Gemeinschaft eine möglichst einmütige Regelung zu finden".

Mehr als 30.000 Menschen feiern Abschlussgottesdienst in Münster
tagesschau 13:15 Uhr, 13.05.2018, Christian Feld, WDR

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Über dieses Thema berichtete das Erste am 13. Mai 2018 von 10:00 bis 12:00 Uhr.

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