Erntehelfer bei der Frühkartoffel-Ernte im Jahr 2018. | Bildquelle: dpa

Nach Dürre-Sommer Kartoffelernte fällt geringer aus

Stand: 05.02.2019 12:18 Uhr

Der regenarme Sommer 2018 hat den Landwirten trockene Felder und kleinere Ernten beschert: Die Kartoffelernte fiel um 25 Prozent geringer aus als im Vorjahr - so schlecht wie seit der Wiedervereinigung nicht.

Die Kartoffelernte für das Jahr 2018 ist in Deutschland so gering ausgefallen wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Insgesamt wurden 8,9 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet - das sind fast ein Viertel weniger als im Jahr davor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Auch im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre, der 10,8 Millionen Tonnen beträgt, fiel die Erntemenge 2018 sehr gering aus.

Chips und Pommes dürften teurer werden

Der Grund für die Ernteausfälle ist der heiße, trockene Sommer: Nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts (DWD) erlebte Deutschland 2018 die längste Dürreperiode seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor fast 140 Jahren.

Bereits im Sommer hatte der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) prognostiziert, dass Kartoffeln angesichts der Trockenheit ebenso teurer würden wie Kartoffelprodukte. Die Preise für Chips, Pommes Frites und Püree dürften also steigen.

47 Prozent der Ernte aus Niedersachsen

Dabei ist die Erntefläche den Statistikern zufolge sogar angestiegen: Mit insgesamt 252.200 Hektar erreichte sie den höchsten Stand seit 2011.

Wichtigstes Kartoffelanbauland war im vergangenen Jahr Niedersachsen: Mit 4,2 Millionen Tonnen Kartoffeln wurden dort knapp 47 Prozent der gesamten Erntemenge produziert. Bayern und Nordrhein-Westfalen kamen jeweils auf etwas mehr als eine Million Tonnen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 05. Februar 2019 um 13:00 Uhr in den Nachrichten.

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