Autokennzeichen aus Berlin | Bildquelle: picture alliance / dpa

Wettbewerbswidrige Absprache Bußgelder gegen Kennzeichen-Kartell

Stand: 23.12.2019 12:59 Uhr

Beim Prägen von Autokennzeichen haben mehrere Firmen jahrelang einen Teil des Marktes unter sich aufgeteilt. Das Kartellamt verhängte deshalb Bußgelder in Höhe von insgesamt rund acht Millionen Euro.

Das Bundeskartellamt hat Bußgelder in Höhe von insgesamt rund acht Millionen Euro wegen wettbewerbswidriger Absprachen beim Verkauf von geprägten Kfz-Kennzeichen verhängt. Betroffen seien vier Unternehmen und fünf Einzelpersonen.

Nach Angaben der Behörde teilten sich die Firmen jahrelang den Markt in Deutschland unter sich auf. Zumindest seit dem Jahr 2000 bis Anfang 2015 hätten sie abgesprochen, "wer von ihnen jeweils auf einem bestimmten lokalen Markt eine Prägestelle betreiben durfte und welche Unternehmen hierauf verzichten mussten", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt.

Absprachen auf 40 Prozent der Märkte

Auf etwa 40 Prozent der mehr als 700 lokalen Schilderprägemärkte habe es wettbewerbswidrige Kooperationen gegeben. Alle betroffenen Unternehmen und Personen hätten den vom Bundeskartellamt ermittelten Sachverhalt anerkannt und einer einvernehmlichen Verfahrensbeendigung zugestimmt, hieß es weiter. Die verhängten Bußgelder sind noch nicht rechtskräftig.

Pro Jahr werden nach Kartellamtsangaben rund 25 Millionen Kfz-Kennzeichen ausgegeben. Der Verkaufspreis an den privaten Endkunden habe im Tatzeitraum bei etwa 20 bis 30 Euro pro Kennzeichenpaar gelegen.

Autofahrer müssen zunächst die Zulassung beantragen und im Anschluss die Kennzeichen bei einem Schilderpräger anfertigen lassen. In den Prägestellen wird das Kennzeichen aufgebracht und das fertige Kfz-Kennzeichen an den Kunden verkauft. Das geprägte Kennzeichen muss danach wieder der Zulassungsstelle vorgelegt werden, um dort die amtlichen Siegel aufbringen zu lassen

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. Dezember 2019 um 13:00 Uhr.

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