Zusammenbruch im Flugzeug

CDU-Abgeordnete Karin Strenz ist tot

Stand: 22.03.2021 14:11 Uhr

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Strenz ist auf einem Flug von Kuba nach Deutschland gestorben. Trotz einer Notlandung konnte ihr nicht mehr geholfen werden. Die Staatsanwaltschaft Schwerin ermittelt nun.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Strenz ist gestorben. Sie sei auf dem Rückflug von Kuba nach Deutschland kollabiert, bestätigte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus. Die 53-Jährige habe sich zusammen mit ihrem Mann auf dem Rückflug von Kuba nach Deutschland befunden und sei während des Fluges kollabiert. Trotz einer Notfalllandung in Irland habe man ihr nicht mehr helfen können.

Aus der CDU/CSU-Fraktion heißt es, Strenz sei nicht dienstlich unterwegs gewesen. Auch der Deutsche Bundestag bestätigte auf Anfrage, dass die Politikerin nicht im Auftrag des Parlaments unterwegs war. Der Hintergrund ihrer Reise ist nicht bekannt.

Brinkhaus sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Wie beim Tod von Abgeordneten üblich, wurde an den Bundestagsgebäuden Trauerbeflaggung angeordnet.

Die Staatsanwaltschaft Schwerin leitete ein Todesermittlungsverfahren ein. Auf diesem Weg könnten mit einem Rechtshilfeersuchen Informationen über die Todesursache von den irischen Behörden erbeten werden, sagte ein Sprecher der Behörde.

Informationen darüber, ob die Politikerin eines natürlichen Todes gestorben ist oder nicht, lagen der Behörde demnach zunächst nicht vor. Der Sprecher ging davon aus, dass Strenz' Leichnam in Irland obduziert werde.

Strenz war seit 2009 Mitglied des Bundestags. Bei den Wahlen 2009, 2013 und 2017 gewann sie jeweils eines der sechs Direktmandate in Mecklenburg-Vorpommern. Von 2002 bis 2006 sowie von 2007 bis 2009 war sie Landtagsabgeordnete im Nordosten. Im Bundestag saß sie zuletzt unter anderem im Verteidigungsausschuss.

Anfang 2020 gab es im Zusammenhang mit Geldflüssen aus dem autoritär regierten Aserbaidschan Durchsuchungen bei der CDU-Politikerin. Damals sprach die Staatsanwaltschaft Frankfurt von rund vier Millionen Euro, die zwischen 2008 und 2016 über britische Briefkastenfirmen und baltische Konten geflossen seien. Ermittelt wurde wegen Mandatsträgerbestechung und Geldwäsche.

Strenz blieb trotz der Vorwürfe Mitglied des Bundestags, bei der anstehenden Wahl im September wollte sie aber nicht mehr kandidieren.

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CDU-Bundestagsabgeordnete Strenz verstorben
Vera Wolfskämpf, ARD Berlin
22.03.2021 06:22 Uhr