Sendungsbild

Karagiannidis zu Omikron "Ein milderer Verlauf - aber nicht mild"

Stand: 21.01.2022 14:42 Uhr

Der Leiter des DIVI-Intensivregisters, Karagiannidis, hat davor gewarnt, die Auswirkungen der Omikron-Variante zu unterschätzen. Auch diese greife die Lunge an, wenn auch nicht so schwer wie Delta, sagte er im tagesschau24-Interview.

Als gesichert gilt mittlerweile, dass die Omikron-Variante für mildere Krankheitsverläufe sorgt, als die Delta-Variante. Einen Grund, Omikron als harmlos anzusehen, gibt es laut Christian Karagiannidis, Leiter des DIVI-Intensivregisters, aber nicht. Omikron greife mehr die oberen Atemwege an, dadurch sind die Verläufe bei Omikron milder als bei Delta.

"Das bedeutet aber nicht, dass die Verläufe mild sind", sagte der Mediziner auf tagesschau24. Omikron mache immer noch die Lunge krank, aber nicht mehr so schlimm wie bei Delta. Dennoch gebe es einen Anstieg bei der Zahl der Krankenhauspatienten mit der Omikron-Variante. Nicht nur Lungenerkrankungen sondern auch Trombosen könnten eine Folge einer Omikron-Infektion sein.

Vor allem Ungeimpfte auf den Intensivstationen

Karagiannidis betonte erneut die Wichtigkeit der Corona-Impfungen. Weiterhin lägen vor allem Ungeimpfte auf den Intensivstationen. Es lohne sich dabei, differenziert nach Alter und Vorerkrankungen auf die Zahlen zu gucken. "Zwei Drittel sind Ungeimpfte, ein Drittel Geimpfte oder Genesene", sagte er auf tagesschau24.

Junge Menschen im Krankenhaus seien in allererster Linie ungeimpft. "Bei den Älteren ist es so, dass wir auch mal doppelt Geimpfte sehen, die auf den Intensivstationen landen". Das Lebensalter und Vorerkrankungen spielten dabei eine Rolle. "Da wird es zumindest bei der Delta-Variante noch gefährlich. Ich hoffe, dass das bei Omikron deutlich zurückgeht."

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 21. Januar 2022 um 12:45 Uhr.