Screenshot: Junges Angebot | ARD

Junges Angebot von ARD und ZDF vorgestellt "funk" it is

Stand: 29.09.2016 11:37 Uhr

Das junge Angebot von ARD und ZDF wird "funk" heißen. Das gaben die Programmmacher in Berlin bekannt. Inhalte gibt es online - per App oder in den Sozialen Medien. Im Fokus: Menschen unter 30. Drei Dinge dürfen sie von "funk" erwarten.

Von Christian Bongers, SWR

Das hippe Großraumbüro im 22. Stock: beste Aussicht auf Mainz und das Rhein-Main-Gebiet. In der Konferenzecke stehen ein paar alte Röhrenfernseher zur Deko, doch den kennen die meisten der 30 jungen Mitarbeiter von "funk" nur aus ihrer Kindheit.

Die Inhalte des neuen jungen Onlineangebotes von ARD und ZDF gibt es ausschließlich im Netz: Auf Youtube, Facebook, Snapchat und über die App aufs Handy. Da, wo Jugendliche ohnehin unterwegs sind: "Wir müssen einen 14-Jährigen genauso wie einen 29-Jährigen erreichen. Das ist ein riesiges Feld. Das an einer Plattform zu machen, halten wir für komplett utopisch", sagt Florian Hager, Geschäftsführer von "funk". "Unsere Strategie ist, dass die Inhalte gefunden werden. Der Protagonist oder das Format sollen interessant sein und dann wird im Abspann klar, dass es von 'funk' kommt. Wir hoffen, wenn jemand zwei bis drei Mal in der Woche über unsere Inhalte stolpert, dass er sich dann fragt, was haben die noch."

40 verschiedene Video-Formate

"funk" geht mit mehr als 40 verschiedenen Video-Formaten an den Start. Neue Inhalte gibt es mindestens einmal pro Woche. In der Satire "Datteltäter" geht es zum Beispiel um das deutsch-muslimische Selbstverständnis, in "1080 Nerd Scope" nimmt sich Youtube-Star Le Floid die neusten Games vor, und Comedian Moritz Neumeier redet einen Kaffee lang so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist.

Philipp Schild, der für die Formate verantwortlich ist, glaubt, dass die Videos des sympathischen Hamburgers perfekt zu "funk" passen: "Weil Moritz einfach seine eigene Sicht auf Dinge hat. Das finde ich wichtig. Der positioniert sich eisenhart zu bestimmten Themen und gibt somit auch die Möglichkeit, sich zu reiben." Laut Schild will "funk" drei Dinge liefern: "Orientierung, Information und Unterhaltung".

Die "funk"-Chefs Sophie Burkhardt und Florian Hager

Sie sind für "funk" verantwortlich: Sophie Burkhardt und Florian Hager.

Spaß haben und mit den Nutzern wachsen

Die meisten Formate von "funk" wirken wie eine Spielwiese für junge hochmotivierte Programmmacher. Geschäftsführer Hager weiß, dass vieles sich in den kommenden Monaten erst noch entwickeln muss. Spaß haben und mit der Zielgruppe wachsen, das ist vom ehemaligen Vize-Programmdirektor des Kultursenders arte explizit gewollt.

Als öffentlich-rechtliches Inhalte-Netzwerk betritt "funk" auf vielen Feldern absolutes Neuland. Wie sich die jungen Programmmacher dort entwickeln, kann jeder ab sofort auf dem Handy verfolgen. Die App für das Handy kann man sich ab sofort kostenlos für Android- und Apple-Geräte herunterladen. Offizieller Startschuss ist am 1. Oktober.

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KOMMENTARE

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MrPink 29.09.2016 • 21:09 Uhr

Super idee

Wie wäre es den noch mit einem Sender, nur für Rote Rosen, Sturm der Liebe und ähnlichen Telenovelas dann könnte man die frei werdende Sendezeit drei Mal für neue moderne Inhalte und Formate nutzen und muss keinen Neuen Sender Kreieren des Funktion wie ich dachte schon ZDFneo übernommen hätte. Dann braucht man auch keine Bilder die Aussehen, als ob sie von "Leuten die irgendwas mit Medien studiert haben" zu produzieren, die dann auch noch aussehen wie die Grafiken von Viva vor drei Jahren. Wie vorangegangenen Kommentaren muss ich zustimmen, dass schon einige interessante Formate für diese Zielgruppe gibt, wie Wallulis sieht fern zum Beispiel. Es wäre viel sinnvoller diese Auszubauen und keinen pseudo modernen Sender anzubieten.