Ein Mann tippt auf einer Tastatur | Bildquelle: REUTERS

Warnung des BSI Parteien im Visier der Hacker

Stand: 04.10.2019 16:13 Uhr

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat Parteien vor einer hohen Gefahr von Cyberangriffen gewarnt und dazu geraten, die Sicherheit ihrer IT-Systeme zu erhöhen. Hintergrund ist ein Angriff in Österreich.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die Bundestagsfraktionen vor Hackerangriffen gewarnt. In einem Schreiben, aus dem der "Spiegel" zitiert, spricht die Cybersicherheitsbehörde von einer "hohen Bedrohungslage im Bereich der politischen Akteure". Das BSI soll den Parteien und ihren Abgeordneten zudem dringend dazu geraten haben, ihre Server und internen Netzwerke abzusichern.

Unter anderem sollten sie ein "Monitoring zur Angriffserkennung" einrichten und ihre IT so aufstellen, dass sensible Bereiche entkoppelt und so besser vor Hackern geschützt seien, schreibt der "Spiegel". Ein BSI-Sprecher bestätigte das Schreiben gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, relativierte allerdings die Dringlichkeit. "Dem BSI liegen derzeit keine konkreten Hinweise auf eine akute Bedrohung des Bundestages oder der darin vertretenen Fraktionen durch Cyber-Angriffe vor, die über die bekannte, anhaltend hohe Bedrohungslage im Bereich der politischen Akteure hinausgeht."

Angriff auf die ÖVP kurz vor der Wahl

Hintergrund der Warnung ist laut den Berichten ein im September bekannt gewordener Angriff auf die Österreichische Volkspartei (ÖVP). Diese hatte Anfang September erklärt, wenige Wochen vor der Parlamentswahl Opfer von unbekannten Hackern geworden zu sein. Sie hätten eine große Menge an Daten abgezogen und mindestens ein Passwort geändert.

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