Fahne der Terrormiliz Islamischer Staat | Bildquelle: REUTERS

Terrormiliz Mutmaßliche IS-Anhängerin in U-Haft

Stand: 26.07.2018 16:57 Uhr

Sie soll in einem Blog und über einen Messengerdienst aus Syrien für die Terrormiliz "Islamischer Staat" geworben haben. Ende April kam sie zurück nach Deutschland - und wurde nun verhaftet.

Die Bundesanwaltschaft hat im Großraum Karlsruhe eine Deutsche als mutmaßliches Mitglied der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) festnehmen lassen. Die 31-jährige Sabine Ulrike S. soll nach Angaben der Behörde im Dezember 2013 von Deutschland nach Syrien gereist sein, um sich dem IS anzuschließen. Unmittelbar nach ihrer Ankunft heiratete sie demnach einen ihr bis dahin unbekannten IS-Kämpfer. Gemeinsam mit ihren Kindern wurde sie vom IS laut Bundesanwaltschaft monatlich mit 100 US-Dollar unterstützt.

Kämpferinnen in einem  Propaganda-Video des IS
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Kämpferinnen in einem Propaganda-Video der Terrormiliz des "Islamischen Staates"

S. soll in Syrien einen vom IS überwachten Blog unterhalten haben, in dem sie das Leben beim IS anpries. Darin erklärte sie sich demnach auch dazu bereit, gegnerische Kämpfer mit Sprengstoffgürteln anzugreifen. Auch postete sie laut Bundesanwaltschaft Bilder von Schusswaffen. Später soll die heute 31-Jährige über einen Messengerdienst für den IS geworben haben.

Von Kurden festgenommen

Nachdem ihr Ehemann Anfang Dezember 2016 bei Kämpfen getötet worden war, sollte sie nach Erkenntnissen der Ermittler erneut verheiratet werden. Im September 2017 wurde die mit einer Pistole bewaffnete Deutsche dann von kurdischen Sicherheitskräften zusammen mit Frauen anderer IS-Kämpfer festgenommen. S. kehrte am 26. April nach Deutschland zurück und sitzt nun in Untersuchungshaft.

Die Bundesanwaltschaft hatte zwar bereits am 29. März einen Haftbefehl beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs beantragt. Dessen Erlass war aber aus rechtlichen Gründen abgelehnt worden. Auf die Beschwerde der Bundesanwaltschaft hat der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs nunmehr Haftbefehl erlassen.

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