Markus Söder  | Bildquelle: dpa

Zukunft der CSU Söder schweigt wortreich zu Seehofer

Stand: 04.11.2018 21:59 Uhr

Seehofer weiterhin als CSU-Vorsitzender? Dazu wollte Ministerpräsident Söder im Interview mit den tagesthemen nichts sagen. Die Zeichen stehen auf Sturm. Deutlich äußerte er sich zur Neuausrichtung seiner Partei.

Er wolle sich zurückhalten, dazu könne er nichts sagen, das stehe nicht zu Diskussion: Auch auf wiederholtes Nachfragen hin erklärte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder im Interview mit den tagesthemen, dass er zum Wechsel an der CSU-Spitze nichts sagt.

Dabei steht Parteichef und Bundesinnenminister Horst Seehofer nicht erst seit dem Absturz der CSU bei der Landtagswahl am 14. Oktober massiv unter Druck. Berichten zufolge wird in der Partei mit einem Rücktritt Seehofers fest gerechnet. Offenbar soll es noch in diesem Jahr einen Sonderparteitag geben, um Seehofers Nachfolge zu regeln.

"Grün werden ohne die Grünen"

In der Koalition mit den Freien Wählern "werden wir uns ökologisch deutlich verstärken" , sagte Söder. "Man kann auch grün werden, ohne die Grünen zu brauchen." Er kündigte bei den Klimaschutzgesetzen für Bayern eine Vorreiterrolle in Deutschland an.

"Klare Kante gegen AfD"

Trotz der Verluste zeigte Söder sich zufrieden mit dem Wahlergebnis der CSU in Bayern. Sicher, die 37 Prozent, die sie geholt hätten, seien viel zu wenig gewesen, räumte er ein. Aber im Vergleich zu anderen Bundesländern hätten sie "ein gutes Ergebnis geholt". Nun sehe er es als klares Ziel an, die bürgerliche Mitte in Bayern zu stärken und "klare Kante" gegen die AfD zu zeigen.

Auf die Frage, wen Söder am liebsten an der Spitze der sich erneuernden CDU sehen wolle, erklärte Söder, dass die CSU sich in die Personalfragen der Schwesterpartei nicht einmischen wolle.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 04. November 2018 um 22:45 Uhr.

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