Gerst über Sojus-Absturz "Unser Vertrauen ist gestiegen"

Stand: 08.11.2018 18:46 Uhr

Mehr statt weniger Vertrauen: Nach dem missglückten Start einer Sojus-Rakete hat sich ISS-Kommandant Gerst im tagesthemen-Interview zuversichtlich über die Rettungssysteme für Astronauten geäußert. Überrascht sei er nicht gewesen.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst hat keine Angst vor einem Flug mit einer russischen Sojus-Rakete. Der missglückte Start im Oktober habe gezeigt, dass die Sojus-Kapsel über "fantastische Rettungssysteme" verfüge, sagte Gerst im tagesthemen-Interview. "Unser Vertrauen ist gestiegen", sagte er. "Deshalb haben wir kein Problem damit, demnächst wieder damit nach Hause zu fliegen."

"Uns Astronauten hat die Panne nicht sehr überrascht", so Gerst weiter. "Wir trainieren dafür." Wichtig sei es in der Raumfahrt, immer einen Plan B und C zu haben. Startabbrüche könne es bei Raketen immer geben. Das sei auch schon Amerikanern und Europäern passiert.

Interview mit Alexander Gerst
tagesthemen 22:15 Uhr, 08.11.2018

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Blick auf den Klimawandel

Der Blick von oben auf die Erde zeige Gerst vielmehr, wie zerbrechlich der Planet sei. Der Astronaut berichtete von Überschwemmungen, schmelzenden Gletschern und gerodeten Flächen im Regenwald. Der Anblick eines verdörrten Europas in diesem Sommer habe ihm den Klimawandel vor Augen geführt.

Gerst, der derzeit seinen zweiten Einsatz auf der Internationalen Raumstation ISS absolviert und zum ersten Mal als Kommandant, berichtete auch von Ausnahmemomenten in seinem Alltag. Etwa, wenn er gemeinsam mit seiner russischen und seinem amerikanischen Kollegen ein Gewitterband über Afrika beobachtet.

1/6

Alexander Gerst fotografiert die Wetterextreme aus der ISS, 07.08.2018

Fotos von der ISS: Mitteleuropa und Deutschland

Astronaut Alexander Gerst, der zurzeit auf der ISS stationiert ist, schickt regelmäßig Fotos aus dem All. Jetzt konnte er das erste Mal Fotos von Mitteleuropa und Deutschland bei Tageslicht machen. Und er war schockiert ... | Bildquelle: ESA/NASA-A.Gerst

Investition in Raumfahrt "lohnt sich"

Die Investition in die Raumfahrt lohne sich auch unabhängigen Gutachtern zufolge, vor allem für den Technologiestandort Deutschland, sagte Gerst. Satellitennavigationssysteme dienten nicht nur der Wettervorhersage, sondern warnten auch vor Katastrophen. Die Betriebskosten für die ISS belaufen sich Gerst zufolge auf einen Euro pro Bürger und pro Jahr.

Sollte der deutsche Astronaut Weihnachten wieder zuhause sein, müsste er jedoch Liegestütze unter dem Baum machen, sagte er. Die Reha für die geschwächte Muskulatur der Astronauten in der Schwerelosigkeit beginne sofort nach der Landung, so Gerst - 400 Kilometer Entfernung vom tagesthemen-Studio entfernt.

1/10

Alexander Gerst startet zur ISS, 06.06.2018

Astronaut Alexander Gerst formt kurz vor Start seiner Weltraummission mit seinen Händen ein Herz.

Alexander Gerst im Bus auf dem Weg zum Start der Sojus-Rakete in Baikonur. Es ist seine zweite Mission auf der Internationalen Raumstation. 2014 war er bereits für sechs Monate auf der ISS. | Bildquelle: REUTERS

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 08. November 2018 um 22:15 Uhr.

Ihre Meinung - meta.tagesschau.de

Darstellung: