Junge ausländische Frauen bei einem Deutschkurs in der Volkshochschule
Hintergrund

Das Integrationsprogramm der Regierung Mehr Bildung und Sprachförderung für Ausländer

Stand: 08.09.2010 16:15 Uhr

Die Regierung will die Eingliederung von Ausländern verbessern. Experten haben in einem Integrationsprogramm deshalb bestehende Maßnahmen zusammengefasst und Empfehlungen für die Weiterentwicklung gegeben. Schwerpunkte sind Bildung und Sprachförderung.Der Bericht behandelt unter anderem folgende Punkte:

Junge ausländische Frauen bei einem Deutschkurs in der Volkshochschule

Mit dem Integrationsprogramm will die Regierung vor allem Bildung und Deutschkenntnisse verbessern.

Deutschkenntnisse

Besonders betont wird die Rolle von Deutschkenntnissen. Die Angebote zur sprachlichen Bildung in Kindertageseinrichtungen und Schulen müssten eng aufeinander abgestimmt sein - auch zwischen den verschiedenen Bundesländern. Empfohlen werden gemeinsame Angebote zum Deutschlernen für Eltern und ihre Kinder.

Integrationskurse

Der Bericht empfiehlt, die Integrationskurse mehr zu nutzen, um die Teilnehmer für den Arbeitsmarkt fit zu machen. So sollten Migranten stärker auf berufsbezogene Deutschkurse im Anschluss an den Integrationskurs hingewiesen werden. Zudem müsse darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Zeit vom Abschluss des Integrationskurses bis zu einem Eintritt in den Beruf vergehe.

Lehrer mit Migrationshintergrund

Die Experten plädieren dafür, mehr Lehrer mit ausländischen Wurzeln einzustellen. Sie seien an deutschen Schulen immer noch die Ausnahme, könnten jedoch Kenntnisse in Herkunftssprachen und Einblicke in andere Traditionen und Kulturen in den Unterricht einbringen. Damit die Aufnahme eines Studiums - auch auf Lehramt - nicht am Geld scheitert, werden Stipendienprogramme angesprochen.

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Studienprogramme sollen Migranten motivieren, eine Hochschulausbildung zu beginnen.

Verbände

Sie sollten sich stärker für junge Migranten öffnen, rät der Bericht. Angeregt wird eine intensivere Zusammenarbeit mit Schulen und Migrantenorganisationen. Menschen mit Migrationshintergrund könnten dabei eine Art "Brückenfunktion" einnehmen, um junge Leute für die Verbandsarbeit zu gewinnen.