Ein "Gepard"-Flugabwehrpanzer bei einer einer Gefechtsübung auf dem Gelände der Heeresflugabwehrschule in Todendorf an der Ostsee. | picture-alliance/ dpa
Hintergrund

Schwere Waffen für die Ukraine Was wurde geliefert - was ist zugesagt?

Stand: 13.09.2022 11:16 Uhr

Die Bundesregierung zögerte lange mit der Lieferung von schwerem Gerät an die Ukraine. Was Deutschland bisher geliefert hat und was noch geplant ist - ein Überblick.

Von Mario Kubina, ARD-Hauptstadtstudio

Mit Helmen, Panzerfäusten und Handgranaten ging es los, doch inzwischen hat Deutschland auch schwere Waffen an die Ukraine geliefert. Da ist zuerst der Gepard zu nennen: 20 dieser Flakpanzer hat die Regierung in Kiew mittlerweile bekommen. Zehn weitere sollen folgen.

Mario Kubina ARD-Hauptstadtstudio

So steht es auf einer Liste, die die Bundesregierung regelmäßig aktualisiert. Bei den Geparden handelt es sich um ausgemusterte Panzer, die die Industrie instandgesetzt hat.

Außerdem hat Deutschland zehn Panzerhaubitzen 2000 geliefert - aus Bundeswehrbeständen. Das schwere Artilleriegeschütz gilt als hochmodern. Es ähnelt einem Panzer, wird aber formal nicht zu dieser Waffenkategorie gezählt.

Darüber hinaus auf der Liste der gelieferten Systeme: drei Mehrfachraketenwerfer MARS mit Munition. Damit können die ukrainischen Einheiten Ziele bekämpfen, die bis zu 84 Kilometer entfernt sind.

Neu dazugekommen ist vor Kurzem das Ortungsradar Cobra. Das System ermöglicht es, gegnerische Artilleriestellungen ausfindig zu machen. Und auch drei Bergepanzer wurden mittlerweile geliefert.

Auf das Luftverteidigungssystem Iris-T wartet die Regierung in Kiew noch. Wie der Gepard kommt es aus deutschen Industriebeständen. Für diese Art der Waffenlieferungen hat die Bundesregierung einen eigenen Geldtopf eingerichtet - die sogenannte Ertüchtigungsinitiative. Zwei Milliarden Euro stehen im laufenden Jahr zur Verfügung.

Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell am 13. September 2022 um 10:06 Uhr.