Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender begrüßen die Teilnehmer beim Aktionstag "Takeover Bellevue" vor dem Schloss Bellevue.  | dpa

"Takeover Bellevue" Junge Menschen übernehmen Steinmeiers Amtssitz

Stand: 07.10.2021 14:04 Uhr

Für einen Tag dürfen 16- bis 24-Jährige den Amtssitz des Bundespräsidenten und dessen Instagram-Kanal übernehmen. Junge Menschen seien keine "Politik-Erdulder", sondern wollten etwas bewegen, so Steinmeier.

Normalerweise ist Schloss Bellevue in Berlin-Tiergarten der Amtssitz von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Heute Morgen durften aber 150 junge Menschen dort übernehmen. Für einen Tag gibt Steinmeier den 16- bis 24-Jährigen so eine Plattform für ihre Anliegen.

"Junge Menschen sind keine passiven Politik-Erdulder", sagte Steinmeier bei der symbolischen Schlüsselübergabe. "Deshalb gehören sie nicht auf die Zuschauertribüne der Politik, sondern sie sollen mitmachen, mitten im Herzen der Republik."

Steinmeier: Große Zukunftsfragen

Die jungen Erwachsenen durften im Vorfeld selbst über die Themen bestimmen, die sie an diesem Tag besprechen. Sie entschieden sich für Inklusion, Klimaschutz, Europa, Digitalisierung, Diskriminierung und Bildung. "Sie haben große Zukunftsfragen auf die Tagesordnung gesetzt", so Steinmeier.

In Gruppen erarbeiten sie die Themen und stellen die Ergebnisse dem Bundespräsidenten vor. Neben dem Amtssitz übernahmen die 16- bis 24-Jährigen auch den Instagram-Kanal des Bundespräsidenten. Die Veranstaltung läuft unter dem Motto "Takeover Bellevue".

 Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender begrüßen die Teilnehmer beim Aktionstag "Takeover Bellevue" vor dem Schloss Bellevue.  | dpa

Steinmeier begrüßte die Teilnehmer zum Auftakt der Aktion "Takeover Bellevue" vor dem Amtssitz des Bundespräsidenten. Bild: dpa

Gehör in der Politik finden

"Ich will meine Zukunft auch selber mitgestalten", sagt die 16-Jährige Marisol Ferreira Lopes, die aus Karlsruhe als Teil eines zwölfköpfigen Jugendgremiums von Unicef angereist ist. Ihr sei klar, dass nicht alles umgesetzt werden könne. "Aber ich erhoffe mir, dass wir zumindest gehört werden."

Steinmeier sagte in seiner Rede zu den jungen Menschen: "Eine zukünftige Bundesregierung wird Antworten auf die Fragen finden müssen, die Sie stellen." Er hoffe, dass die gewählten Parteien sie sähen und hörten. Seine Unterstützung hätten die jungen Erwachsenen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 07. Oktober 2021 um 13:00 Uhr.

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Moderation 07.10.2021 • 21:55 Uhr

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