Die Steuer-Plattform "Elster" ist auf dem Bildschirm eines Laptops zu sehen. | dpa

Bundesfinanzministerium Steuereinnahmen kräftig gestiegen

Stand: 21.07.2022 08:16 Uhr

Im ersten Halbjahr hat der Staat viel mehr Steuern eingenommen als im Vorjahreszeitraum - es gab ein Plus von 17,5 Prozent. Allerdings waren vergangenes Jahr die Corona-Auswirkungen deutlich stärker.

Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind im ersten Halbjahr kräftig gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lagen sie um 17,5 Prozent höher, wie aus dem neuen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Die Einnahmen betrugen knapp 408 Milliarden Euro.

Robuster Arbeitsmarkt

"Bei der Lohnsteuer sorgte der robuste Arbeitsmarkt für eine kräftigte Zunahme der Einnahmen", heißt es weiter. Sie legten im Juni unbereinigt um 10,6 Prozent zu. Auch Unternehmen zahlten mehr Steuern: Die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer stiegen im Jahresvergleich um 29,3 Prozent.

Noch stärker fiel mit gut 55 Prozent das Einnahmeplus bei der Umsatzsteuer aus. Dazu trug auch die hohe Inflation bei. Der Anstieg gehe zwar zum Teil auf buchungstechnische Verschiebungen bei der Umsatzsteuer auf Importe zurück, heißt es im Monatsbericht. Aber auch bereinigt um diese Effekte hätten starke Anstiege der Importpreise den Wert der Warenimporte und somit die Einnahmen deutlich erhöht. Die Einnahmen aus der Binnen-Umsatzsteuer legten demnach um 9,2 Prozent zu.

Schwache Vergleichsbasis wegen Corona

Die Gemeinschaftsteuern, die Bund, Ländern und Kommunen gemeinschaftlich zustehen, legten um 19,9 Prozent zu. Hierzu zählen unter anderem die Einnahmen aus der Umsatz- und der Lohnsteuer. Bei den Bundessteuern gab es ein Plus um 3,9 Prozent, bei den Ländersteuern um 9,1 Prozent.

Im Bericht wird allerdings auf eine schwache Vergleichsbasis hingewiesen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und steuerliche Maßnahmen zur Abfederung hätten das Aufkommen im vergangenen Jahr gemindert.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. Juli 2022 um 07:00 Uhr.