Zwei Frauen mit Mund-Nasen-Schutz in der Innenstadt von Lissabon | dpa

Corona-Pandemie Portugal und Spanien werden Hochrisikogebiete

Stand: 23.12.2021 19:21 Uhr

Mit Portugal und Spanien stuft Deutschland zwei beliebte Urlaubsziele als Hochrisikogebiete ein. Auch die USA und Zypern stehen ab Samstag auf der Liste. Ein Ski-Urlaub in Österreich soll hingegen wieder möglich werden.

Die Bundesregierung stuft die beliebten Urlaubsländer Spanien inklusive der Balearen und Portugal einschließlich Madeiras und der Azoren wegen hoher Corona-Infektionszahlen von Samstag an als Hochrisikogebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut bekannt. Auch die USA, Zypern, Finnland und Monaco stehen ab dann auf der Liste.

Dagegen werden neben Österreich, Bosnien-Herzegowina und Serbien, Belize und Malaysia von der entsprechenden Risikoliste genommen, wie das RKI ebenso mitteilte.

Mindestens zehn Tage Quarantäne

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Die Einstufung erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot. Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Spanien: Hohe Zahlen trotz hoher Impfquote

In Spanien war die Zahl der Neuinfektionen jüngst wieder in die Höhe geschnellt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 486 und damit wesentlich höher als in Deutschland. Viele Erkrankte weisen allerdings wegen der hohen Impfquote von 80 Prozent keine oder nur milde Symptome auf.

Katalonien mit Barcelona hat eine nächtliche Ausgangsbeschränkung, die Schließung des Nachtlebens sowie die Begrenzung der Teilnehmer an privaten Treffen angeordnet, braucht dazu aber noch die Genehmigung der Justiz.

Vergleichbares Bild in Portugal

Die Regierung in Portugal hatte angesichts stark steigender Corona-Zahlen für Silvester geplante Einschränkungen des öffentlichen Lebens vorgezogen. Vom 25. Dezember an wird die Arbeit von zu Hause überall dort, wo es möglich ist, zur Pflicht. Diskotheken und Bars müssen schließen.

Der Schulunterricht werde nach Neujahr später als sonst - erst am 10. Januar - wieder beginnen. Trotz einer hohen Impfquote von rund 90 Prozent ist die Sieben-Tage-Inzidenz in dem beliebten Urlaubsland auf 327 gestiegen.

Insgesamt mehr als 50 Länder auf Risikoliste

Insgesamt werden mehr als 50 Länder vom RKI ganz oder teilweise als Hochrisikogebiete geführt. Hinzu kommen neun Virusvariantengebiete, zu denen neben afrikanischen Ländern seit Montag wegen der massiven Ausbreitung der Virusvariante Omikron auch Großbritannien zählt.

Die Bundesregierung hatte die Regeln für die Einreise aus Virusvariantengebieten wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante erst am Mittwoch verschärft. Wer aus einem solchen Gebiet nach Deutschland einreist, braucht bei der Einreise künftig einen aktuellen negativen PCR-Test.

Zusätzlich müssen alle - auch Genesene oder Geimpfte - eine strikte 14-tägige Quarantäne einhalten; eine "Freitestungsmöglichkeit" besteht hier nicht. Ausnahme: Wer über einen vollständigen Impfschutz verfügt, kann die Quarantäne mit Übersendung des Impfnachweises beenden, wenn das RKI festgestellt hat, dass dieser Impfstoff gegen die Virusvariante hinreichend wirksam ist. 

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 23. Dezember 2021 um 17:20 Uhr.