Am Eingang eines Restaurants in Oldenburg hängt ein Schild, das zur Einhaltung der 2G-plus-Regel auffordert.  | dpa

Kampf gegen Corona-Pandemie Weitere Bundesländer verschärfen Auflagen

Stand: 27.12.2021 09:09 Uhr

Vor rund einer Woche hatten sich Bund und Länder auf verschärfte Corona-Maßnahmen geeinigt. Die setzen nun vier weitere Bundesländer um - und sind dabei teils strenger als in den bundesweiten Beschlüssen angedacht.

Nachdem erste Bundesländer bereits seit Weihnachten strengere Corona-Auflagen verhängt haben, setzen nun weitere Länder verschärfte Maßnahmen in Kraft. Das gilt für Baden-Württemberg, Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

In Baden-Württemberg gelten ab heute strengere Kontaktbeschränkungen - auch für Geimpfte und Genesene. Es dürfen höchstens noch zehn Personen zusammenkommen. Im Freien dürfen 50 geimpfte Personen zusammenkommen. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 13 Jahre sind dabei ausgenommen.

Nehmen auch nicht geimpfte Menschen an einem Treffen teil, dürfen nur noch die Angehörigen eines Hausstandes mit höchstens zwei weiteren Personen zusammenkommen.

Sperrstunde für Gastronomen

Zudem tritt in Baden-Württemberg eine Sperrstunde in der Gastronomie in Kraft: Sie gilt von 22.30 Uhr bis 5.00 Uhr morgens. In der Silvesternacht beginnt die Sperrstunde erst um 01.00 Uhr. In Innenräumen, in denen Maskenpflicht besteht, muss nun eine FFP2-Maske getragen werden.

Zudem verschärft das Bundesland die Kriterien für die 2G-plus-Regelung: Ausnahmen gelten nun nur noch für Personen, die vor nicht mehr als drei Monaten ihre volle Schutzimpfung abgeschlossen haben sowie Genesene, deren Infektion mit dem Virus nicht länger als drei Monate zurückliegt. Bisher lag die Frist bei sechs Monaten. Die verschärften Maßnahmen sollen vorerst bis zum 24. Januar in Kraft bleiben.

Strengere Kontaktbeschränkungen

Auch in Brandenburg sollen Bürgerinnen und Bürger ab heute striktere Kontaktbeschränkungen einhalten: Sowohl in Innenräumen als auch im Freien dürfen maximal zehn Personen zusammenkommen, vorausgesetzt alle sind geimpft oder genesen. Ist das nicht der Fall gilt auch hier: ein Hausstand plus höchstens zwei Gäste. Die gleichen Regelungen treten nun auch in Niedersachsen in Kraft.

MV schließt zahlreiche Kultureinrichtungen

Mecklenburg-Vorpommern gehört wie beispielsweise auch Hamburg zu den Bundesländern, die bereits früher die strengeren Kontaktbeschränkungen angeordnet hatten. Sie gelten schon seit Heiligabend. Nun werden zahlreiche Einrichtungen landesweit geschlossen, darunter Kinos, Theater, Museen, die Innenbereiche von Zoos und Schwimmbäder. Bislang trafen die Schließungen nur Einrichtungen in Regionen mit besonders hohen Inzidenzwerten. Sportveranstaltungen mit Publikum und geschlossene Veranstaltungen in Gaststätten sind verboten.

Bereits am Dienstag folgen die nächsten Bundesländer, die strengere Auflagen in Kraft setzen. Bund und Länder hatten sich bei ihrem Treffen am 21. Dezember darauf geeinigt, dass die verschärften Maßnahmen "spätestens" zum 28. Dezember umgesetzt werden sollen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. Dezember 2021 um 09:00 Uhr.